https://www.faz.net/-gqe-9ik32

Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn : „Die Bahn hat sich zur Staatsbahn zurückentwickelt“

Hartmut Mehdorn als Bahn-Chef 2008 in Peking. Bild: dpa

Hartmut Mehdorn hatte lange Zeit den Vornamen „Bahn-Chef“. Er hat die Privatisierung des Unternehmens vorangetrieben. Jetzt kritisiert Mehdorn die Rückkehr zur „alten Staatsbahn“ – und verteidigt seine Bilanz.

          3 Min.

          Hartmut Mehdorn wird im Sommer 77 Jahre alt, er genießt seinen Ruhestand in Südfrankreich. Bahn-Chef ist er schon seit fast zehn Jahren nicht mehr. Und doch fällt sein Name häufig, wenn es um die aktuelle Lage der Deutschen Bahn geht. Mehdorn habe die Bahn kaputtgespart, ist zu hören. Er sei daran schuld, dass die Bahn heute auf dem letzten Loch pfeife, was Fahrzeugflotte und Personal angehe. Er sei schuld an dem Desaster der Unpünktlichkeit.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Was sagt Mehdorn dazu? „Das ist falsch, wie die Fakten zeigen.“ Den Vorwurf, er habe dringend notwendige Ausgaben unterlassen, weist er von sich: „Wir haben seit 2000 Jahr für Jahr mehr investiert – in zehn Jahren mehr als in den 25 Jahren davor“, sagt er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir haben an den Stellen gespart, an denen gespart werden musste und konnte, um eine wirtschaftliche Bahn zu schaffen.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.

          Bernd Lucke : Nazischweine und Gesinnungsterror

          Vom AStA kann man nicht viel erwarten. Aber die Hamburger Regierung und die Universität leisten sich in Sachen Bernd Lucke eine peinliche Vorstellung.