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Eurowings stockt Flugplan auf : Flüge nach Mallorca „im Nu ausgebucht“

  • Aktualisiert am

Abflugtafel am Flughafen Düsseldorf Bild: dpa

Dass die Baleareninsel kein Risikogebiet mehr ist, hat zahlreiche Deutsche sprunghaft ihre Reiselust wiederentdecken lassen. Mehrere hundert neue Flüge werden aufgelegt – während Reisen in Deutschland weiter nicht möglich ist.

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          Wegen der immensen Nachfrage nach Mallorca-Flügen hat die Lufthansa-Tochter Eurowings hunderte Zusatzverbindungen für Ostern aufgelegt. Nach der Entscheidung des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Freitag, Mallorca und weitere Gebiete Spaniens von der Liste der Corona-Risikogebiete zu nehmen, seien die Flüge „im Nu ausgebucht“ gewesen, teilte Eurowings am Sonntag mit.

          Das „bisher knappe“ Mallorca-Angebot sei daher ausgeweitet worden – für die beginnende Oster-Reisezeit wurden 300 Zusatzflüge aufgelegt. Sprunghaft angestiegen seien die Buchungen dabei „quer über das ganze Land“, erklärte Eurowings weiter. Sie betreffen demnach die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn ebenso wie Hamburg und Stuttgart. Für das Reisen nach Mallorca ist der Fluggesellschaft zufolge ein negativer PCR-Test nötig.

          Das RKI hatte am Freitag erklärt, dass die Einstufung von Mallorca, den übrigen Balearen und weiterer Gebiete Spaniens als Risiko-Gebiete zurückgenommen wurde. Auf den spanischen Inseln hatten die neuen Einstufungen der Bundesregierung am Freitag Jubel ausgelöst. Die wirtschaftliche Lage auf Mallorca ist derzeit dramatisch. Die Tourismus-Branche auf den Balearen, zu denen auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, hat in normalen Jahren einen Anteil von 35 Prozent am Regionaleinkommen. 2020 brach aber die Zahl der Urlauber um 87,4 Prozent auf 1,7 Millionen ein. Mit der Aufhebung der Reisebeschränkungen soll die Wende kommen. Tui hat bereits angekündigt, erste große Hotels auf Mallorca bereits ab dem nächsten Wochenende zu öffnen und dann auch Flüge von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf anzubieten. 

          Tourismusbeauftragter fordert Urlaub auch hierzulande zu ermöglichen

          Auch einige Regionen in Portugal und in Dänemark wurden von der Riskoliste genommen. Schon in der vergangenen Woche war die Halbinsel Istrien an der kroatischen Adria als erste Urlaubsregion im europäischen Ausland von der Risikoliste genommen worden. Für die beliebten Ferienregionen in Griechenland, Italien, Frankreich, Österreich oder in der Türkei bleiben die Reisebeschränkungen dagegen bestehen.

          Angesichts der Möglichkeiten für Auslandsreisen fordert der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, auch Urlaub in Deutschland wieder zu ermöglichen. „Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben. Das wäre eine ganz bittere Botschaft“, sagte der CDU-Politiker.

          Dennoch sei er froh, dass eine schrittweise Öffnung in Europa möglich erscheine, sagte Bareiß weiter:„Ich bin überzeugt, dass wir die Möglichkeit des Reisens durch die vermehrte Durchführung von Tests und infolge steigender Impfzahlen noch stärker erweitern können.“ Sympathien zeigte er für die Forderung der Reiseveranstalter, die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland ganz aufzuheben und stattdessen auf verstärkte Tests zu setzen. „Das zielt in die richtige Richtung“, sagte Bareiß. Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen derzeit zehn Tage in Quarantäne, von der man sich aber mit einem negativen Test nach fünf Tagen befreien kann.

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