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Europas größter Versicherer : Axa hält Gewinn und macht Aktionäre glücklich

Europas größte Versicherung Axa legt ihren Halbjahresbericht vor. Bild: REUTERS

Europas größter Versicherer erwirtschaftet im ersten Halbjahr netto 4,1 Milliarden Euro Überschuss.

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          Die Ankündigung des französischen Versicherungskonzerns Axa, eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückzukaufen, hat die Börse entzückt. Der Kurs stieg am Mittwoch um knapp 6 Prozent. Er notiert nun wieder höher als nach dem Einbruch infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Der Rückkauf, der von der Hauptversammlung im April genehmigt worden war, soll nach Axa-Angaben „so bald wie möglich“ starten und bis Februar 2023 abgeschlossen sein. Die Papiere sollen anschließend vollständig vernichtet werden. Erst in der ersten Hälfte dieses Jahres hatte Axa zwei Aktienrückkaufprogramme im Wert von insgesamt 2,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Solche Maßnahmen verknappen das Aktienkapital und wirken üblicherweise kursbelebend.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Die am Mittwoch vorgelegten Halbjahreszahlen zeigen, dass die Konjunkturabkühlung Axa bislang nicht das Geschäft verhagelt. Der Umsatz des nach Prämienvolumen größten europäischen Versicherers vor der Allianz aus Deutschland und Generali aus Italien blieb binnen Jahresfrist praktisch konstant. Zu gleichen Wechselkursen betrug er 55,1 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn blieb mit 4,1 Milliarden Euro konstant, was deutlich über dem Vor-Corona-Niveau von 2,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2019 liegt. „Axa hat im ersten Halbjahr 2022 eine sehr gute Leistung erbracht, die die Stärke unseres Modells unter Beweis stellt, trotz eines schwierigeren Umfelds“, sagte Thomas Buberl, der den französischen Konzern seit knapp sechs Jahren führt.

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