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Star Alliance : EU-Kartellverdacht gegen Lufthansa und Partner

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Die EU-Kommission hat den Verdacht, dass die Lufthansa in Kartellabsprachen involviert ist Bild: AP

Die Europäische Kommission geht dem Verdacht verbotener Kartellabsprachen zwischen der Lufthansa und drei nordamerikanischen Fluggesellschaften nach. Deren Absprachen schienen über das übliche Ausmaß der zwischen Mitgliedern des Netzes der Star Alliance üblichen Verbindungen hinauszugehen.

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          Die Europäische Kommission geht dem Verdacht verbotener Kartellabsprachen zwischen der Lufthansa und drei nordamerikanischen Fluggesellschaften zu Verbindungen über den Atlantik nach. Die EU-Wettbewerbshüter teilten mit, die Absprachen schienen über das übliche Ausmaß der zwischen Mitgliedern des Netzes der Star Alliance getroffenen Vereinbarungen hinauszugehen.

          Die Kommission will insbesondere prüfen, inwieweit die Absprachen zu Flugplänen, Auslastung, Ticketverkauf und Einnahmen auf den transatlantischen Verbindungen im Einklang mit dem EU-Kartellverbot stehen. Die Ermittlungen betreffen sowohl die bilateralen Vereinbarungen der deutschen Fluggesellschaft mit United Airlines und Air Canada als auch ein geplantes Viererabkommen, an sich dem neben den drei genannten Gesellschaften auch die bisher zur Allianz Sky Team gehörende Unternehmen Continental Airlines beteiligen soll.

          Prüfverfahren auch gegen Oneworld

          Wegen des Verdachtes wettbewerbswidriger Absprache hatte die Kommission schon 2006 ein - noch nicht abgeschlossenes - Prüfverfahren gegen Sky Team eröffnen. Am Montag kündigte sie ferner ein entsprechendes Prüfverfahren gegen die Oneworld-Partner American Airlines British Airways sowie Iberia ab.

          Ein Sprecher der Kommission lehnte es ab, Einzelheiten zu den Verfahren zu nennen. Er äußerte sich auch nicht dazu, ob sie auf Beschwerden von Verbrauchern oder konkurrierender Fluggesellschaften zurückgingen. Die Tatsache, dass die Kommission förmliche Verfahren eröffnet habe, zeige jedoch, dass es um eine „vorrangige Angelegenheit“ gehe, sagte der Kommissionssprecher. Von vorneherein festgelegte Fristen gebe es für entsprechende Verfahren nicht. Die Dauer hänge von der Komplexität jedes einzelnen Falls und der Bereitschaft der Unternehmen zur Zusammenarbeit mit den EU-Wettbewerbshütern ab.

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