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Entscheidung am 6. Januar : EU-Behörde beschleunigt Zulassung von Moderna-Impfstoff

  • Aktualisiert am

Ampullen des Impfstoffs vom amerikanischen Hersteller Moderna Bild: Reuters

Auch der zweite Impfstoff steht in Europa vor der Zulassung: Bereits am 6. Januar, eine Woche früher als ursprünglich angedacht, will die EMA über den Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna entscheiden.

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          Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will bereits am 6. Januar über die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffes entscheiden. Es geht um das Präparat des amerikanischen Herstellers Moderna, wie die Behörde am Donnerstagabend in Amsterdam mitteilte. Das sind acht Tage früher als zunächst geplant.

          Der Impfstoff von Moderna könnte damit aller Voraussicht nach der zweite sein, der in der EU auf den Markt kommt. Bereits am kommenden Montag will die EMA über die Zulassung des Impfstoffes der Hersteller Pfizer und Biontech entscheiden. Sobald dann die EU-Kommission grünes Licht gibt, könnte noch im Dezember in der EU geimpft werden. Die Zustimmung der Kommission gilt als Formsache.

          Auch Zulassung in Amerika vor Abschluss

          Zuvor hatte die EMA angegeben, dass sie am 12. Januar über den Moderna-Impfstoff entscheiden werde. Das Pharmaunternehmen habe aber bereits am Donnerstag und damit früher als erwartet das letzte Datenpaket übermittelt. „Dieses enthält spezifische Informationen für die Herstellung für den EU-Markt“, teilt die Behörde mit. Bei der wissenschaftlichen Bewertung aller Daten und Studien würden aber keine Abstriche bei der Sicherheit und Wirksamkeit gemacht.

          Ein Beraterkreis der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA hat unterdessen am Donnerstag den Antrag auf Notfallzulassung für den Moderna-Impfstoff diskutiert. Per Video-Schalte besprachen Wissenschaftler, Ärzte und Mitarbeiter von Behörden und Pharmafirmen verschiedene Aspekte des Präparats, seiner Wirksamkeit und Nebenwirkungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen.

          Zum Abschluss der ganztägigen Sitzung wurde eine Empfehlung an die FDA erwartet, ob der Impfstoff eine Notfallzulassung in den Vereinigten Staaten bekommen sollte oder nicht. Eine endgültige Entscheidung obliegt aber der FDA und wurde bald nach Abschluss des Treffens erwartet. Amerikanische Regierungsbeamte hatten bereits erklärt, dass nach einer Notfallzulassung Anfang nächster Woche mit den Impfungen begonnen werden könnte.

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