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Geo-Software : Der Landkarten-Nerd

Jack Dangermonds Karten halfen Millionen Menschen mehr Verständnis für die Pandemie zu bekommen. Bild: Esri Redlands

Jack Dangermond hat aus seiner Leidenschaft für Geographie eine ungewöhnliche Karriere gemacht. Mit Esri will er Menschen helfen, die Welt besser zu verstehen.

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          Als die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr zu wüten begann, wurde für viele Menschen eine Internetseite der Johns Hopkins University zu einer täglichen Anlaufstelle. Dort ließ sich das globale Infektionsgeschehen nachverfolgen – auf einer Landkarte mit roten Punkten in unterschiedlicher Größe je nach Fallzahlen. Die Technologie dahinter stammte von Esri, einem mehr als fünfzig Jahre alten, aber in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannten kalifornischen Softwareunternehmen.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Ein früherer Esri-Praktikant, der an der Universität an seinem Doktortitel arbeitete, konzipierte die Karte. Er suchte sich die Infektionsdaten aus verschiedenen Quellen im Internet zusammen und nutzte dann die Esri-Software für die grafische Darstellung. „Es war eine brillante Idee“, sagt Jack Dangermond, der Mitgründer und Vorstandschef von Esri, im Gespräch mit der F.A.Z. Der Name Esri steht für Environmental Systems Research Institute. Die Seite sei Billionen Male aufgerufen worden, „das muss ein Weltrekord für Landkarten sein“.

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