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Erstmals seit drei Jahren wieder ein Verlust : HVB rutscht wegen Finanzkrise in die roten Zahlen

  • Aktualisiert am

Hohe Türme, große Verluste: die Hypo-Vereinsbank Bild: AP

Jetzt hat die Finanzkrise auch die Münchener Hypo-Vereinsbank erreicht. Im ersten Quartal verbuchte das Institut einen drastischen Gewinneinbruch. Für Bankchef Wolfgang Sprißler ist ein Ende der Finanzkrise nicht in Sicht.

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          Die UniCredit-Tochter Hypo-Vereinsbank ist wegen der Finanzmarktkrise im ersten Quartal erstmals seit drei Jahren wieder in die roten Zahlen gerutscht. Angesichts millionenschwerer Abschreibungen auf strukturierte Wertpapiere sei ein Verlust vor Steuern von 318 Millionen Euro verbucht worden, teilte die Bank am Donnerstag in München mit. Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank noch einen Gewinn von 1,105 Milliarden Euro erwirtschaftet. Unterm Strich blieb ein Verlust nach Steuern von 282 Millionen Euro, nach 793 Millionen Euro Überschuss im Vorjahr.

          „Im ersten Quartal 2008 hat die Finanzmarktkrise durch die weitere Ausweitung der Kreditspreads auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen, die zu Wertkorrekturen in unseren strukturierten Kreditportfolios geführt haben“, erklärte der scheidende Vorstandschef Wolfgang Sprißler. Vor allem die Investmentbanking-Sparte rutschte dadurch tief in die roten Zahlen. Rund 500 Millionen Euro an Belastungen fielen allein bei ABS-Papieren an, mit denen sich bereits die IKB verspekuliert hatte. ABS steht für Asset Backed Securities, also für Anleihen, die Kredite handelbar machen. Auch Zins- und Provisionsüberschuss gingen zurück.

          „Situation an den Finanzmärkten weiter sehr unsicher“

          „Auch wenn es im April 2008 erste Signale einer Stabilisierung der Finanzmärkte gab, betrachten wir die Situation an den Finanzmärkten nach wie vor als sehr unsicher“, sagte Sprißler weiter. Einen Ausblick für den Rest des Jahres wagte er nicht. Die Gesamtjahresentwicklung bleibe abhängig vom weiteren Verlauf der Finanzmarktkrise und sei daher schwer zu prognostizieren.

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