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Error 53 : Wie ein mysteriöser Fehler das iPhone lahmlegt

  • Aktualisiert am

Das iPhone 6: Nach Reparatur gerne mal lahm gelegt. Bild: Reuters

Wer sein iPhone 6 reparieren lässt, der sollte es unbedingt an Apple-Werkstätten schicken. Sonst könnte das Smartphone im Anschluss Probleme bereiten.

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          Der zur Navigation unverzichtbare Home-Button machte bereits bei älteren Versionen des iPhones Probleme. Der in den Home-Button integrierte Touchsensor, mit dem ein Nutzer das iPhone 6 entsperren kann, ist eine der störungsanfälligeren Komponenten des Smartphones aus dem Sillicon Valley. Wer sein iPhone in letzter Zeit zum Reparieren schickte, wunderte sich möglicherweise im Anschluss. Viele Nutzer berichten von einem mysteriösen „Error 53“, der das iPhone praktisch unbrauchbar machte. Doch nicht nur das: Auch beim Musikdienst iTunes oder bei Apple Pay werden Nutzer dann gesperrt.

          Wie die britische Zeitung “Guardian“ herausfand, ist das jedoch nicht nur beim iPhone 6 der Fall, sondern auch bei älteren Modellen. Grund dafür sind Apple-fremde Ersatzteile. In einer vom Unternehmen veröffentlichten Stellungsnahme, teilt der Konzern mit, dass bei der Authentifizierung überprüft werde, ob alle Komponenten übereinstimmen. Wenn das nicht der Fall ist, wird das Endgerät gesperrt. Die Nutzer sollen in einem solchen Fall den Apple Support kontaktieren.

          Wenn in einem iPhone bei einer Reparatur Komponenten verbaut wurden, die nicht von Apple autorisiert sind, dann muss das nicht zwangsläufig zu Problemen mit dem Gerät sorgen. Jedenfalls, solange nicht iOS 9 installiert ist. Bei einem Update auf diese Version des Apple-Betriebssystems bekommt der Nutzer beim Einschalten seines Smartphones statt der wie sonst üblichen Begrüßung nur eine Fehlermeldung „Error 53“ zu sehen.

          Schon seit über einem Jahr gibt es in Nutzerforen Meldungen über den Fehler, der unter anderem dazu führt, dass der Besitzer nicht mehr auf seine Daten zugreifen kann. Der Konzern verteidigte diese Strategie nun gegenüber dem „Guardian“: Dem Konzern sei die Sicherheit der Nutzer wichtig. Durch die Sperre könne gewährleistet werden, dass sich Kriminelle auch durch den Austausch von Hardware-Komponenten keinen Zugang zu den Daten beschaffen können.

          Während sich viele iPhone-Besitzer in den sozialen Medien darüber ärgern, dass der - meist teurere - Reparaturservice von Apple so zur Pflicht werden, gibt es auch Stimmen, die das Vorgehen des Tech-Konzerns befürworten. So schreibt ein Nutzer auf Twitter: „Wenn du dich über Error53 aufregst, dann verdienst du es, dass deine privaten Daten und deine Bankdaten gestohlen werden.“ Immerhin garantiere das Touch-ID-Verfahren die Sicherheit aller Daten auf dem Mobiltelefon.

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