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Wirecard : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EY-Mitarbeiter

Der Schriftzug von Wirecard an der Firmenzentrale Bild: dpa

Die Wirtschaftsprüfer stehen im Verdacht, sich schuldig gemacht zu haben im Fall Wirecard. Die Politik zweifelt auch an einem anderen Testat der Konkurrenz PWC.

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          Die Staatsanwaltschaft München I hat im Fall Wirecard ein Ermittlungsverfahren gegen Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY eingeleitet. Das teilte am Freitag Nachmittag die Sprecherin der Behörde mit. Grundlage ist ein von der Prüfungsaufsicht Apas erstellte Mitteilung an die Generalstaatsanwaltschaft Berlin, derzufolge sich Mitarbeiter der Prüfungsgesellschaft bei Wirecard schuldig gemacht haben könnten. „Unsere Ermittlungen im Gesamtkomplex Wirecard führen wir weiterhin ergebnisoffen gegen zahlreiche Beschuldigte, die wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht offenlegen möchten“, teilte die Strafverfolgungsbehörde weiter mit.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Aus dem Umfeld des Wirecard-Untersuchungsausschusses haben sich inzwischen Zweifel am Abschluss der Wirecard Bank ergeben. Die letzte Bilanz der Wirecard-Bank wurde nicht von EY, sondern von der Prüfungsgesellschaft PWC testiert. Und Mängel gab es offenbar auch in der Wirecard Bank. Vor allem in der Kreditvergabe monierten die Prüfer schon damals die eine oder andere Schwachstelle. So gibt es die Vermutung, dass ausgereichte Gelder strategisch genutzt worden sind, um Mittel aus dem Wirecard-Konzern zu schleusen – zum Schaden der gutgläubigen Anleger der Wirecard AG.

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