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Nützliche Erfindung : Wie man nicht mehr von der Leiter fällt

  • -Aktualisiert am

Die Sicherung wird an der Leiter befestigt und dann eingehängt. Bild: Leikosi

Ein Unternehmer aus Kaiserslautern hat die „Leikosi“ erfunden. Die Absicherung ist schnell angebracht und soll viele Leiterunfälle verhindern. In Deutschland sind es immerhin 180.000 jedes Jahr.

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          In Deutschland passieren jedes Jahr nach Angaben der Berufsgenossenschaften rund 180.000 Leiterunfälle. Mit diesem Problem hat sich der Gründer der Leikosi GmbH aus Kaiserslautern, Udo Heyl, beschäftigt. Er hat die Leiterkopfsicherung (Leikosi) erfunden. Sie verhindert das Abrutschen oder Wegkippen einer Leiter, indem sie diese am Kopf der Leiter sichert.

          Die Sicherung wird an einer beliebigen Stufe fixiert; dazu hakt man das Metallgestänge ein und dreht danach zwei Sicherungsschrauben fest. Danach kann man die Leikosi an der Dachrinne einhängen, wenn man die Leiter aufstellt. Somit wird das Abrutschen der Leiter verhindert. Die Idee kam Heyl bei seiner Arbeit als Dachdecker, nachdem er dort von einer Leiter gestürzt war.

          Nach Heyls Angaben betrug der Umsatz des Unternehmens im Gründungsjahr 2017 rund 17.000 Euro. Im Jahr 2019 belief er sich auf 208.000 und 2020 auf 260.000 Euro. Im vergangenen Jahr wurden rund 1200 Sicherungen verkauft. Der Anstieg des Umsatzes lässt sich auch mit dem Auftritt des Geschäftsführers in der Fernsehshow des Senders Vox „Die Höhle der Löwen“ begründen. Es bestand zwar ein Interesse der Investoren; man konnte sich aber nicht über die Höhe der Investition einigen und kam nicht zusammen.

          Preis von 230 Euro

          Das Unternehmen leidet unter der Corona-Krise, weil es den größten Umsatz mit Ausstellungen und Präsentationen verzeichnet. „Die Leiterkopfsicherung ist eben ein Produkt, das man sehen muss, um davon überzeugt zu werden“, sagt Heyl. Ihr Preis beträgt rund 230 Euro. Man produziert in Deutschland und verwendet Teile aus Deutschland, um die Transportwege kurz zu halten.

          „Die Investition in solch eine Sicherung ist eine fürs Leben“, sagt die Buchhalterin und freie Mitarbeiterin des Start-ups Jessica Koohi. Neben ihr gibt es noch zwei weitere Mitarbeiter. Da die Erfindung patentiert sei, gebe es keine Konkurrenz, sagt Koohi.

          Zu den Kunden gehören Handwerksbetriebe genauso wie Privatpersonen. Ein Kunde ist der ehemalige Handwerker Wolfgang Domen. „Ich habe auf dem Bau schon oft gesehen, was so eine ungesicherte Leiter für Unfälle hervorrufen kann“, sagt er, „und bin daher dankbar für diese Erfindung, da ich mich jetzt deutlich sicherer fühle, wenn ich auf der Leiter stehe.“

          Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

          Der Artikel stammt aus dem Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“, das die F.A.Z. gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Banken veranstaltet.

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