https://www.faz.net/-gqe-9p6gc

Markenexperte Theo Breidenbach : Der Erfinder des „HB-Männchens“ ist gestorben

  • Aktualisiert am

Das „HB-Männchen“ war in der westdeutschen Nachkriegszeit eine der bekanntesten Werbefiguren – sein Erfinder Theo Breidenbach ist nun gestorben. Bild: dpa

Zur Entspannung einmal tief inhalieren: Das „HB-Männchen“ war eine der bekanntesten Werbefiguren der westdeutschen Nachkriegszeit. Sein Erfinder Theo Breidenbach ist nun gestorben.

          1 Min.

          „Halt, mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen?“ Millionen erinnern sich an den Spruch aus dem Fernsehen. Das „HB-Männchen“ war im Westdeutschland der Nachkriegszeit eine der bekanntesten Werbefiguren – sein Erfinder Theo Breidenbach ist nun gestorben. Wie die Düsseldorfer Werbeagentur Grey am Donnerstag bestätigte, starb der Marken-Experte bereits am 7. Juli im Alter von 90 Jahren. Beigesetzt wurde Breidenbach am Donnerstag in Düsseldorf.

          Von den späten 50ern Jahren an machte das „HB-Männchen“ Bruno in Kino und Fernsehen Reklame für die Zigarettenmarke „HB“. Seine Auftritte waren bis 1972 im Fernsehen und bis 1984 im Kino zu sehen. Bruno stellte sich immer zunächst sehr tolpatschig an, wurde dann immer zorniger und ging kurz vor Ende zuverlässig wutschnaubend an die Decke. Stets folgte aus dem Off der fröhliche Spruch „Halt, mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen?“ Bruno wurde jedes Mal mit einer Packung Zigaretten zur Ruhe gebracht. Die Spots kannte in den 60er bis 80er Jahren fast jeder in der Bundesrepublik.

          „Diese Werbung ist im historischen Kontext zu sehen und nach den heutigen gesetzlichen Vorschriften nicht mehr zulässig“, erläuterte eine Sprecherin des Tabakkonzerns BAT, zu dem „HB“ heute gehört.

          Breidenbach hatte darüber hinaus die Federführung über weitere berühmte Kampagnen, darunter für den Autobauer BMW („Aus Freude am Fahren“). Der gebürtige Kölner leitete die Werbeagentur von 1965 bis 1979 und blieb noch bis 1996 als Chairman und Gesellschafter an Bord.

          Weitere Themen

          In Phuket stehen die Hotels leer Video-Seite öffnen

          Tote Hose im Paradies : In Phuket stehen die Hotels leer

          Weil immer weniger Chinesen auf Phuket Urlaub machen, stehen die Hotelzimmer auf der thailändischen Ferieninsel leer. Das wiederum macht die Region billiger für Reisende.

          Essen auf Rädern ist abgefahren

          Foodtrucks : Essen auf Rädern ist abgefahren

          Das hessische Familienunternehmen Roka baut Kleintransporter zu trendigen Foodtrucks um – für Gastronomen und Gründer, aber auch für bekannte Unternehmen.

          Topmeldungen

          Johnson und der Brexit : Drei Briefe und ein einziges Ziel

          Boris Johnson will weiter versuchen, das Brexit-Abkommen bis Ende des Monats zu ratifizieren. Schon am Montag könnte die Regierung in London eine neue Abstimmung über den Brexit-Vertrag ansetzen – wenn John Bercow das zulässt.
          Kurdisches Fahnenmeer: Demonstranten am Samstag in Köln

          Türken-Kurden-Konflikt : Kurz vor der Explosion

          Der Krieg in Nordsyrien führt auch in Deutschland zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen türkischen und kurdischen Migranten. Das könnte erst der Anfang sein.
          Mit Arte in Oslo: Carola Rackete.

          Carola Rackete bei Arte : Ein ganz persönlicher Kulturschock

          In der Arte-Reihe „Durch die Nacht mit ...“ treffen die Aktivistin Carola Rackete und die norwegische Schriftstellerin Maja Lunde aufeinander. Man meint, sie hätten einander viel zu sagen. Es kommt anders.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.