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Eon-Tochter : Schwaches Stromgeschäft belastet Uniper

  • Aktualisiert am

Die milliardenschwere Abschreibungen auf die Kraftwerke belasten Uniper. Bild: dpa

Kurz vor dem geplanten Börsengang im September vermeldet die Eon-Tochter Uniper einen Milliardenverlust. Vor allem ein Bereich macht Sorgen.

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          Der Eon-Kraftwerkstochter Uniper brechen im schwächelnden Stromgeschäft die Gewinne weg. Vor dem geplanten Börsengang verbuchte Uniper im Halbjahr einen Nettoverlust von 3,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Ursache hierfür waren vor allem die bereits von Eon bekanntgegebenen milliardenschweren Abschreibungen auf Kraftwerke.

          Dank Zuwächsen wegen günstiger Gaslieferverträgen im Handelsgeschäft konnte Uniper zwar das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigern. In der europäischen und russischen Stromerzeugung schrumpften aber die Ergebnisse.

          Eon will Mitte September rund 53 Prozent der Anteile von Uniper abspalten und den eigenen Aktionären ins Depot legen. Mittelfristig will Eon auch die verbleibenden 47 Prozent an Uniper versilbern, allerdings nicht vor 2018.

          In der europäischen Stromerzeugung fiel das Ergebnis im Halbjahr um ein Fünftel auf 400 Millionen Euro. Außerhalb Europas fuhr Uniper sogar nur noch fünf Millionen Euro nach 150 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ein. Ursache sei der Brand im russischen Kraftwerk Beresowskaja 3 gewesen. Die Reparaturarbeiten würden nicht vor Mitte 2018 beendet sein. Zuvor hatte Uniper einen Zeitraum bis mindestens Ende 2017 genannt.

          Dennoch sieht Uniper-Chef Klaus Schäfer eine „gute Basis für die Börsennotierung im September“. Mut machten auch die Verbesserung des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Auslandsmärkten und die zuletzt wieder gestiegenen Großhandelspreise für Strom, sagte der Manager.

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