https://www.faz.net/-gqe-9n71i

Bis 2045 : Eon investiert für E-Mobilität 2,5 Milliarden Euro in Stromnetz

  • Aktualisiert am

Die steigende Zahl der Elektroautos stellt eine Belastung für das Stromnetz dar. Eon sieht trotzdem keinen Grund zur Sorge. Bild: dpa

Droht Deutschland der Blackout, wenn alle Menschen Elektroautos fahren? Der Energiekonzern Eon hat nun ermittelt, wie viele Investitionen nötig wären, um die Last auszugleichen – und findet die Kosten „überraschend niedrig“.

          Der Energieversorger Eon will bis 2045 rund 2,5 Milliarden Euro investieren, um sein Netz für die E-Mobilität aufzurüsten. „Klar ist, wir müssen unser Netz ausbauen“, sagte Eon-Vorstand Thomas König am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse eines Stresstests.

          Mit dem Energieberater Consentec hat Eon berechnet, wie das eigene Netz ausgebaut werden müsste, wenn bis 2045 sämtliche Pkw im Eon-Netzgebiet – rund 6,5 Millionen Wagen – einen Elektroantrieb hätten und entsprechend Strom brauchten. Umgerechnet wären das Investitionen von im Durchschnitt 400 Euro je Elektroauto.

          Das Risiko eines Blackouts des Stromnetzes, wie ihn Kritiker für Deutschland teilweise prognostiziert hatten, sehe er nicht. Im Gegenteil: Ausgaben von 2,5 Milliarden Euro zusätzlich nennt König „überraschend niedrig“. Jedes Jahr investiere Eon ohnehin rund eine Milliarde Euro in das Netz. Innerhalb der nächsten rund zehn Jahre decke das Bestandsnetz noch den Strombedarf von Elektroautos.

          Die größte Herausforderung besteht Eon zufolge in der Gleichzeitigkeit, etwa wenn alle Autobesitzer gegen 18.00 Uhr nach Hause kommen, ihr Auto an die Steckdose schließen und die Nacht über voll aufladen wollen. „Das wird zu einer erheblichen Lastspitze in den Abendstunden führen“, sagte König.

          Abhilfe schaffen könne sogenanntes netzdienliches Laden: Dabei verschiebe Eon einen Großteil der Nachfrage automatisch in den Abend und die Nacht, ohne dass der Kunde es merke. Davon könnten sich Nutzer gegen Zusatzgebühr ausschließen lassen. Dieses „intelligente Lademanagement“ senkt Eons Ausgabenbedarf laut König um die Hälfte.

          Weitere Themen

          Kommt der Mietendeckel auch in Bremen?

          Teures Wohnen : Kommt der Mietendeckel auch in Bremen?

          Die deutsche Hauptstadt bekommt in wenigen Tagen ein neues Gesetz gegen steigende Mieten. Das Beispiel macht offenbar Schule – auch andere deutsche Städte planen.

          „Wohnen ist keine normale Ware“ Video-Seite öffnen

          Mieterbund gegen Profitgier : „Wohnen ist keine normale Ware“

          Auf dem Deutschen Mietertag in Köln hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel skeptisch zu einem Mietendeckel geäußert. Mietervertreter fordern aber, ein solches Instrument zu prüfen – und schicken mahnende Worte hinterher.

          Topmeldungen

          Der Roland neben dem Alten Rathaus in Bremen: Gerade verhandeln SPD, Grüne und Linke über eine Koalition.

          Teures Wohnen : Kommt der Mietendeckel auch in Bremen?

          Die deutsche Hauptstadt bekommt in wenigen Tagen ein neues Gesetz gegen steigende Mieten. Das Beispiel macht offenbar Schule – auch andere deutsche Städte planen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.