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Energiewende : RWE soll fast drei Milliarden Euro Verlust machen

  • Aktualisiert am

RWE-Braunkohlekraftwerk Neurath in Nordrhein-Westfalen Bild: dpa

Der Energieversorger RWE steht vor einer Zäsur: Zum ersten Mal seit der Nachkriegszeit könnte der Konzern unterm Strich ein Minus einfahren. Vor allem die Energiewende macht RWE zu schaffen.

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          Der Energiekonzern RWE ist Medienberichten zufolge viel tiefer ins Minus gerutscht als erwartet. Der Nettoverlust des Konzerns für das vergangene Jahr betrage knapp drei Milliarden Euro, berichteten „Handelsblatt“ und „Spiegel“ am Freitag unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Die F.A.Z. hatte bereits Ende Januar berichtet, dass RWE vor dem erstem Verlust seit 60 Jahren steht.

          Grund sind vor allem hohe Wertberichtigungen auf konventionelle Kraftwerke. Sie belaufen sich auf knapp fünf Milliarden Euro. Der Konzern legt die Jahresbilanz offiziell am Dienstag vor.

          Die konventionellen Kraftwerke sind wegen des Erfolgs der erneuerbaren Energien immer seltener am Netz. RWE-Chef Peter Terium hatte bereits bei Vorlage der Neun-Monats-Zahlen im November gesagt, das traditionelle Geschäftsmodell breche dem Unternehmen unter den Füßen weg. Von Januar bis September 2013 hatte RWE noch einen Gewinn in Höhe von 609 Millionen Euro erzielt. Seitdem musste der Konzern - zusätzlich zu 1,4 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten - weitere 3,3 Milliarden Euro im vierten Quartal abschreiben, wie er Ende Januar mitgeteilt hatte.

          Angesichts der „überaus schwierigen Lage“ kündigte Terium erst am Dienstag an, der Vorstand verzichte auf eine halbe Million Euro Gehalt. Bis Ende 2016 will RWE jede zehnte Stelle streichen, insgesamt rund 6700 Jobs und 4700 auf dem Heimatmarkt in Deutschland.

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