Energieintensive Industrie :
„Akute Gefahr“ für Verlagerung ins Ausland

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Noch ein Experiment: In einer Halle auf dem Gelände von Air Liquide in Oberhausen steht ein Elektrolyseur für die Produktion von grünem Wasserstoff.
Die energieintensive Industrie fordert günstigere Strompreise, um eine Abwanderung zu verhindern. Man stehe am Scheideweg. In den Bundesländern mit bedeutender chemischer Produktion formiert sich gar eine neue politische Allianz.

Als Aufsichtsratsvorsitzender von Air Liquide Deutschland weiß Gilles Le Van ziemlich genau, wie es der Industrie geht. Mit seinen hunderttausend Kunden aus der Chemie, dem Bau, dem Gesundheits- oder Lebensmittelsektor hat der französische Gasehersteller praktisch überall eine Art Stimmungsthermometer installiert. „Das ganze System ist im Moment etwas fragiler geworden“, sagte Le Van am Montagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. „Die Industrie steht am Scheideweg. Und das nicht nur in Deutschland, sondern grundsätzlich in Europa.“

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