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Energie-Versorger : RWE macht 5,7 Milliarden Euro Verlust

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Kohlekraftwerk Niederaussem: Der Betreiber RWE hat im vergangenen Jahr einen großen Verlust gemacht. Bild: EPA

Niedrige Strompreise und der Atomkompromiss belasten das Ergebnis des Versorgers RWE sehr. Um Sondereffekte bereinigt meldet der Konzern aber sogar bessere Zahlen als gedacht.

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          Die niedrigen Strompreise im Großhandel und der Atomkompromiss belasten den Energiekonzern RWE stark. Das Essener Unternehmen hat nun einen Verlust in Höhe von 5,7 Milliarden Euro gemeldet für das vergangene Jahr.

          Der RWE-Aktienkurs fiel zu Handelsbeginn um beinahe 3 Prozent. Der deutsche Standartwerteindex Dax legte hingegen leicht zu und übersprang die Marke von 12.000 Punkten.

          Bereits im Jahr 2015 hatte das Unternehmen ein Minus von 170 Millionen Euro eingefahren. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss fiel mit rund 800 Millionen Euro indes besser aus als von RWE zuvor veranschlagt. Zudem sanken die Nettoschulden um 2,8 Milliarden Euro auf 22,7 Milliarden Euro.

          Mit Blick auf den Jahresgewinn schlugen insbesondere Abschreibungen in Höhe von 4,3 Milliarden Euro auf den deutschen Kraftwerkspark sowie Anlagen in Großbritannien, den Niederlanden und der Türkei ins Kontor. Hintergrund sind geänderte Erwartungen für die künftige Entwicklung der Großhandelspreise für Strom.

          Zweite große Baustelle ist der Atomkompromiss: RWE zahlt zum 1. Juli 2017 die vereinbarten 6,8 Milliarden Euro in den neuen staatlichen Atomfonds, was in den Konzernabschluss durch eine Erhöhung der Kernenergierückstellungen einfließt.

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