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Nach Absturz der MH17 : Emirates gegen Raketen-Abwehr in Flugzeugen

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Emirates-Chef Tim Clark Bild: dpa

Die große Fluggesellschaft Emirates dringt auf ein Sondertreffen der Branche: Der Überflug von Krisengebieten müsse neu geregelt werden.

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          Die große Fluggesellschaft Emirates hat nach dem wahrscheinlichen Abschuss der malaysischen Boeing über der Ostukraine Konsequenzen für die zivile Luftfahrt gefordert. Nach dem Absturz mit 298 Toten müsse neu definiert werden, wie die Airlines mit dem Überflug von Krisengebieten umgehen sollten, sagte Emirates-Präsident Tim Clark. So könne der Dachverband IATA eine Branchen-Konferenz einberufen, um über notwendige Änderungen zu beraten.

          Auch was sich verändern könnte, schlägt er vor: Eine Idee könne zum Beispiel sein, dass sich die Behörden in den jeweiligen Ländern mehr einbringen in die Entscheidung darüber, wo ihre Fluggesellschaften sicher fliegen könnten. Clark sprach sich zugleich aber gegen das Ansinnen aus, Flugzeuge mit einer Raketen-Abwehr auszurüsten. „Wenn wir ein Flugzeug nicht mehr frei und unbelastet von der Sorge vor einem Abschuss fliegen lassen können, dann sollten wir es gar nicht mehr fliegen lassen.“ Emirates aus Dubai gehört zu den größten Unternehmen der Branche.

          Die malaysische Boeing 777 mit rund 300 Menschen an Bord war am Donnerstag im umkämpften Osten der Ukraine mutmaßlich abgeschossen worden. Sie befand sich auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur.

          Die ukrainische Regierung und prorussische Aufständische warfen sich gegenseitig vor, das Flugzeug attackiert zu haben. Auch die Vereinigten Staaten haben längst Stellung bezogen - Außenminister Kerry beschuldigt die Separatisten.

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