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Visionen des Tesla-Gründers : Was will Elon Musk?

„Die Phantasie ist das Limit. Schafft etwas Magisches“ – um große Worte ist Elon Musk nicht verlegen. Bild: TODD ANDERSON/The New York Times

Elon Musk ist Visionär und Erfinder – doch wo kommt er her und was treibt ihn an? Ein Schulfreund, ein Konkurrent, sein erster Chef und ein wichtiger Kunde erzählen. Eine Recherche in Südafrika, Deutschland und Amerika.

          14 Min.

          Elon Musk hat seit zwei Stunden über sein Leben, seine Vision und seine Vorlieben gesprochen, als der Moderator sich etwas anzündet, das man nicht gleich erkennen kann. „Ist das ein Joint oder eine Zigarre?“, fragt der kalifornische Unternehmer mit einem Gesicht, das zwischen ungläubig, neugierig und abgeklärt changiert. „Legal ist es doch?!“, schickt er hinterher und nimmt sichtlich unbeeindruckt einen Zug. Noch einige Minuten später wird er behaupten, keinen Effekt zu spüren. In der weiteren halben Stunde des Interviews mit dem Kabarettisten und Podcaster Joe Rogan wird er noch Sätze sagen wie „Ich bin pro-human“, „Liebe ist die Antwort“ oder „Ich glaube nicht, dass du zwangsläufig Ich sein möchtest.“

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Der womöglich visionärste Gründer unserer Zeit sitzt mit einem schwarzen T-Shirt, auf dem „Occupy Mars“ steht, und Kopfhörer auf den Ohren im Studio und kifft. Ein Skandal oder das unkonventionelle Verhalten von einem, der anders denkt als die üblichen Unternehmenslenker? Denn dieser Musk hat inzwischen vier Unternehmen aufgebaut, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden: Paypal, Tesla, Space X und Solarcity, auch sein Bohrunternehmen Boring könnte schon in diese Riege aufgestiegen sein. Und sein erstes Start-up Zip 2 war beim Verkauf 1999 rund 300 Millionen Dollar wert. Er hat aus Tesla binnen eineinhalb Jahrzehnten einen Autokonzern geschaffen, dessen Wert zwar kleiner als Volkswagen, aber größer als Daimler ist. Und er ist ein Visionär, der die aus seiner Sicht zwei drängendsten Menschheitsprobleme mit Ingenieurs-Höchstleistung beheben will: eine nachhaltige Energieversorgung und die Endlichkeit des Lebens auf der Erde. Beides ist die Basis seiner Unternehmen Tesla und Space X.

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