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Bei Austritt aus Klimaabkommen : Elon Musk droht mit Ende seiner Beratertätigeit

  • Aktualisiert am

Elon Musk im Januar im Trump Tower in New York. Bild: Reuters

Viele amerikanische Unternehmenslenker sind für das Pariser Klimaabkommen. Einer droht nun mit Konsequenzen, sollte Donald Trump wie erwartet aussteigen.

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          Der schillernde Technologieunternehmer Elon Musk (Tesla, Space X) hat angekündigt, Präsident Donald
          Trump nicht weiter beraten zu wollen, sollte Amerika aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen. Dann habe er „keine Wahl“, teilte der Milliardär über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

          Musk ist bislang mit einer Reihe anderer amerikanischer Unternehmenslenker in verschiedenen Gremien vertreten, die Trump in Wirtschaftsfragen beraten sollen. Der Präsident will an diesem Donnerstag (um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit) bekanntgeben, ob er aus dem Klimaabkommen aussteigen will oder nicht.

          Zuletzt hatten sich Anzeichen verdichtet, dass der Republikaner die historische Vereinbarung aufkündigen wird. Die Entscheidung sei gefallen, sagte eine mit dem Beschluss vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Mehrere Medien wie der Sender Fox News berichteten dies ebenfalls.

          Trump hatte den Klimawandel im Wahlkampf als Erfindung der Chinesen bezeichnet, die nur der amerikanischen Wirtschaft schaden wollten. Er stellte deswegen das Ausscheiden Amerikas aus dem Abkommen in Aussicht. Nach seinem Regierungsantritt legte er sich jedoch nicht mehr öffentlich fest.

          Musk wiederum ist nicht der einzige prominente amerikanische Unternehmer, der für das Klimaabkommen wirbt. Zahlreiche Entscheider der wichtigen Technologiebranche sind für die Vereinbarung von Paris. Aber auch die Vorstandsvorsitzenden der klassischen Industriekonzerne Exxon Mobil und Dow Chemical gehören zu den Befürwortern. Der frühere Exxon-Chef und amtierende Außenminister Rex Tillerson ist ebenfalls dafür.

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