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Elektronik : Siemens bereitet Beschäftigte auf Einschnitte vor

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Das Ergebnis gestiegen, der Umsatz gesunken Bild: ddp

Siemens hat sich im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres ertragsstark präsentiert. Vorstandschef Peter Löscher nennt es eine „erfreuliche Momentaufnahme“ - und kündigt doch den Abbau von Stellen in einzelnen Bereichen an.

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          Trotz Rückgangs bei Umsatz und Neuaufträgen hat Siemens seinen operativen Gewinn im ersten Finanzquartal mit einem straffen Sparprogramm gesteigert. Das Ergebnis der drei Sektoren Industrie, Energie und Gesundheit stieg um 11 Prozent auf 2,255 Milliarden Euro, wie Siemens am Dienstag in München mitteilte. Trotz des Gewinnzuwachses kündigte Konzernchef Peter Löscher aber einen Stellenabbau an.

          Man werde mit den Betriebsräten am kommenden Donnerstag „eine Reihe punktuell notwendiger Maßnahmen“ besprechen und danach Mitarbeiter und Öffentlichkeit informieren, kündigte Löscher an. Trotz Kurzarbeit seien in manchen Geschäften „Anpassungsmaßnahmen unumgänglich“.

          Für das Gesamtjahr bestätigte Siemens seinen verhaltenen Ausblick und rechnet mit weniger Umsatz und operativem Gewinn als 2009. „Die Krise ist noch nicht vorbei. Auch wenn wir mit unserem ersten Quartal zufrieden sein können, wir bleiben vorsichtig“, sagte Löscher. Allerdings kündigte er zum Halbjahr eine Überprüfung der Prognose an. Denn im ersten Quartal hat Siemens schon fast ein Drittel des für 2010 angepeilten operativen Gewinns von bis zu 6,5 Milliarden Euro eingefahren.

          Unterm Strich blieb in dem Quartal von Oktober bis Dezember ein Gewinn von 1,531 Milliarden Euro und damit fast ein Viertel mehr als im Vorjahresquartal. „Das Ergebnis des abgelaufenen Quartals ist eine erfreuliche Momentaufnahme“, sagte Löscher. „Nur durch unser sehr frühzeitiges Handeln gelingt es uns heute, die anhaltenden Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise abzufedern.

          Hauptversammlung stimmt über Gehälter ab

          Deutlich bemerkbar machte sich die Krise aber beim Auftragseingang. Dieser brach um 15 Prozent auf 18,976 Milliarden Euro ein. Der Umsatz sank um 12 Prozent auf 17,352 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 83 Milliarden Euro. „Verglichen mit den Vorquartalen sehen wir eine Stabilisierung des Auftragseingangs, allerdings auf einem niedrigeren Niveau“, sagte Löscher. Getragen sei die Stabilisierung von Großaufträgen (Siemens darf sich Hoffnung auf ICx-Züge machen).

          Siemens veröffentlichte die Quartalszahlen vor der Hauptversammlung. Die Aktionäre sollen die Vergleiche mit früheren Topmanagern über Schadenersatz billigen (Siemens: An der Leine der Saubermänner). Zudem lässt Siemens die Anleger erstmals über die Vorstandsgehälter abstimmen.

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