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Elektromobilität : Siemens schließt Allianz mit VW für Ladestationen in den USA

  • Aktualisiert am

Der Strom fließt: Siemens und VW arbeiten gemeinsam an der Zukunft. Bild: dpa

VW hat für sein Netz an Ladestationen in den USA erstmals einen Partner gefunden. Die Tochtergesellschaft Electrify hat ihre Wurzeln im Dieselskandal.

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          Volkswagen hat für sein im Zusammenhang mit dem Dieselskandal geschaffenes Netz für Ladestationen in den USA erstmals einen außenstehenden Investor gefunden – und dabei handelt es sich um einen deutschen Partner. Der Autohersteller will mit dem Siemens-Konzern 450 Millionen Dollar in Electrify America investieren, die Betreibergesellschaft der Ladestationen. Einer Mitteilung zufolge wird Electrify dabei mit 2,45 Milliarden Dollar bewertet. Siemens steuert um die 250 Millionen Dollar bei, würde damit also künftig einen Anteil von rund 10 Prozent an Electrify halten, wie es aus Unternehmenskreisen hieß.

          10 000 Ladestationen bis 2026

          Electrify hat seine Wurzeln in einer der unrühmlichsten Episoden in Volkswagens Geschichte. Im Zuge der 2015 bekannt gewordenen Abgasmanipulationen von Dieselmotoren sah sich der Konzern gezwungen, Entschädigungen und Strafen von mehr als 25 Milliarden Dollar zu zahlen, und ein Element in diesen Vergleichen war es, 2 Milliarden Dollar in die Förderung von Elektromobilität in den USA zu investieren, unter anderem mit dem Aufbau einer Infrastruktur für das Aufladen von Elektroautos. Die dazu gegründete Gesellschaft Electrify hat heute rund 3500 Ladestationen an 800 Standorten.

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