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Elektromobilität : Porsche Taycan hängt in der Türkei alle ab

Der beliebte Porsche Taycan Turbo S Electric steht in Antalya vor dem Sonnenuntergang. Bild: mauritius images / Halil Dorukhan Mercan / Alamy

Deutsche E-Sportwagen erleben in der Türkei gerade einen Absatzboom. Jedes zweite Elektroauto im Land kam 2020 aus Stuttgart-Zuffenhausen. Wie länge hält der Boom – und können die national produzierten E-Autos mithalten?

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          Vor drei Jahren hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Startschuss zum Bau des ersten türkischen vollelektrischen Autos gegeben. Ende 2022 soll der erste TOGG, ein auf breite Käu­ferschichten ausgelegter SUV, an den ­Kunden und auf die türkische Straße kommen, 2024 dann auch nach Deutschland. „Wir werden unser Ziel an dem Tag erreicht haben, an dem wir unsere Autos auf den Straßen auf der ganzen Welt sehen“, hatte Erdogan damals gesagt. Bis dahin aber tummeln sich erst einmal ausländische E-Fahrzeuge auf türkischen Straßen, vor allem deutsche.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Es sind zwar nicht viele E-Autos, am Gesamtmarkt beträgt ihre Quote 0,1 Prozent. Von der Million, die in Deutschland im Juli erreicht sein soll, ist man also weit entfernt. Aber die wenigen E-Autos fallen auf – im Straßenbild von Istanbul, Ankara oder Izmir. Besonders beliebt sind Jaguar, Mercedes und Porsche. Tesla kündige seit Jahren den offiziellen Verkaufsstart an, heißt es in der türkischen Automobilbranche. Bisher sei darüber hinaus, bis auf Graumarkt-Importe, nichts geschehen.

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