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Elektromobilität : China festigt seine Macht in Ungarn

China als neuer Geldgeber: Ungarns Außenminister Péter Szijjártó (links) verteidigt die Politik der Ostöffnung gegen alle Kritik. Bild: SIPOLA/EPA/REX/Shutterstock

China investiert in ein großes Batteriewerk in Ungarn. Mit einem Batteriezellenstandort in Grenznähe zu Rumänien und Lieferungen an die Fahrzeugindustrie weitet Peking den Einfluss in Europa aus

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          In Ungarn ordnen sich die Verhältnisse unter den Investoren in der Fahrzeugindustrie neu. China tritt verstärkt in der für das Land bedeutenden Branche als Geldgeber auf. Dazu gehört das Vorhaben der Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) in Debrecen. Die Kleinstadt nahe der Grenze zu Rumänien hat das Rennen als Standort des zweiten europäischen Werkes des weltgrößten Batterieherstellers – neben Erfurt – gemacht.

          Michaela Seiser
          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Mit umgerechnet 7,5 Milliarden Euro handelt es sich um die größte Einzelinvestition in Un­garn und um eine bedeutende für Europa. Sie verteilt sich allerdings auf mehrere Jahre. Im Vergleich dazu investieren alle ausländischen Investoren jährlich rund 10 Milliarden Euro in Ungarn, rund ein Drittel davon kommt von deutschen In­vestoren. Diese Sachinvestitionen sind nicht zu verwechseln mit dem Bestand an Direktinvestitionen, der nur die Kapitalbeteiligungen in den Firmenbilanzen er­fasst. Hier hat China derzeit einen Anteil an allen ausländischen Direktinvestitionen von weniger als einem Prozent ge­genüber dem deutschen Anteil von fast einem Viertel. Deutschland ist der bedeutendste Direktinvestor in dem mitteleuropäischen Land.

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