https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/elektroautos-von-foxconn-namen-erinnern-an-tesla-modelle-17590361.html

Foxconn : Apple-Zulieferer baut jetzt Elektroautos

  • Aktualisiert am

Das Model E von Foxconn bei der Präsentation in Taipei Bild: EPA

Seit Jahren wird darüber spekuliert, ob Apple ein Auto bauen will. Der Zulieferer Foxconn präsentiert jetzt drei Elektro-Fahrzeuge. Deren Namen erinnern an die von Tesla-Modellen.

          1 Min.

          Der taiwanische Elektronikriese Foxconn steigt in den boomenden Markt für Elektroautos ein. Foxconn präsentierte am Montag am Sitz des Unternehmens drei Fahrzeuge mit Elektromotor: eine Limousine, einen sportlichen Geländewagen (SUV) und einen Bus. Foxconn-Gründer Terry Gou persönlich fuhr die Limousine „Model E“ vor.

          Foxconn ist unter anderem der größte Zulieferer der Welt für Hersteller von Smartphones wie Apple. Für die Produktion von Elektroautos gründete Foxconn ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem taiwanischen Hersteller Yulon Motor und kaufte erst kürzlich für 230 Millionen Dollar (199 Millionen Euro) vom US-Startup Lordstown Motors ein Autowerk im US-Bundesstaat Ohio.

          Die Namen erinnern an Tesla

          Das SUV „Model C“ soll Anfang 2023 in Taiwan auf den Markt kommen und unter eine Million Taiwan-Dollar (30.000 Euro) kosten. Der Bus „Model T“ könne schon Anfang kommenden Jahres in der Stadt Kaohsiung im Süden des Landes zum Einsatz kommen, wenn das Verkehrsministerium die Zulassung erteile, sagte Vize-Regierungschef Shen Jong Chin während der Präsentation.

          Der Bus namens Model T
          Der Bus namens Model T : Bild: EPA

          Die Namen der Fahrzeuge erinnern an die des US-Herstellers Tesla: Dessen Limousine heißt „Model S“, das für den Massenmarkt gedachte Fahrzeug „Model 3“. 

          Das Model C für den Massenmarkt
          Das Model C für den Massenmarkt : Bild: EPA

          Foxconn hat nach eigenen Angaben allein 2020 rund zehn Milliarden Taiwan-Dollar (ca. 300 Millionen Euro) in die Entwicklung von Elektroautos gesteckt. In den kommenden zwei Jahren würden die Investitionen noch steigen. Konzernpräsident Young Liu sagte bei der Präsentation, Foxconn habe „schrittweise“ eine Lieferkette und ein Vertriebsnetz aufgebaut. 

          Einer der jüngsten Partner ist der US-Elektroautohersteller Fisker; Foxconn und Fisker kündigten an, gemeinsam Autos zu entwickeln, die Produktion soll Ende 2023 beginnen. Seit Jahren gibt es Berichte, Apple wolle ein E-Auto entwickeln – Foxconn wäre dafür ein idealer Partner. 

          Foxconn-Chef Liu Young-way (L) und der Foxconn-Gründer Terry Gou
          Foxconn-Chef Liu Young-way (L) und der Foxconn-Gründer Terry Gou : Bild: Reuters

          Die Autoindustrie leidet aktuell auf der ganzen Welt unter einem akuten Mangel an Halbleitern. In Taiwan stehen einige der größten und fortschrittlichsten Chip-Fabriken der Welt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Unterschiedliche Blicke auf den Binnenmarkt: EU Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton

          30 Jahre EU-Binnenmarkt : Groß gefeiert, nichts dahinter

          Der Binnenmarkt hat den Bürgern der EU einzigartigen Wohlstand beschert. Und er hat sein Potential noch nicht ausgeschöpft. Doch statt es zu heben, betreibt die EU-Kommission Industriepolitik. Das geht besser.

          Kampfpanzer für die Ukraine : Leoparden auf dem Sprung

          14 Leopard-Panzer liefert Deutschland an die Ukraine. Was macht den Leopard 2 besonders und wie schlägt er sich gegen die russischen Modelle? Ein Überblick in Grafiken.

          Nach 0:2 gegen Union : Hertha trennt sich von Fredi Bobic

          Keine drei Stunden hat es gedauert: Nach der 0:2-Niederlage im Stadtderby gegen Union gibt Hertha BSC die Trennung von Geschäftsführer Fredi Bobic bekannt. Die Krise beim Hauptstadtklub verschärft sich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.