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„Intransparent“ : Tesla wegen Irreführung abgemahnt

Tesla-Läden gibt es überall, auch in Berlin. Bild: EPA

Der Elektroautohersteller Tesla hat Ärger mit deutschen Verbraucherschützern. Darum geht es.

          1 Min.

          Der Elektroautohersteller Tesla hat Ärger mit deutschen Verbraucherschützern. Die Wettbewerbszentrale habe Tesla aufgefordert, Preisangaben auf der Unternehmenswebseite zu ändern, berichtet die Fachzeitschrift „Automobilwoche“.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Die dortigen Angaben seien irreführend, lautet der Vorwurf – weil auf der Webseite vom tatsächlichen Kaufpreis noch die Einsparung für das nicht benötigte Benzin oder Steuervorteile abgezogen werden. Auf diese Weise werde ein Model S um 7000 Euro günstiger, ein Model 3 um 5000 Euro.

          „Solche angeblichen Preisersparnisse sind Marketing-Gags zu Lasten von fair agierenden Mitbewerbern“, zitiert die „Automobilwoche“ Andreas Ottfülling, Rechtsanwalt der Wettbewerbszentrale in München. Die von Tesla geschätzte Spriteinsparung  sei „willkürlich und intransparent“, so Ottofülling: „Sie widerspricht jeglichen Grundsätzen von Preiswahrheit und Preisklarheit.“

          Bei Finanzierungsangeboten gehe Tesla ähnlich vor und gebe eine „Monatliche Rate nach Einsparungen“ an. Beides hält die Wettbewerbszentrale für unzulässig und hat Tesla wegen Irreführung potentieller Interessenten und Verstoß gegen die Preisangabenverordnung abgemahnt.

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