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Einzelhändler in der Krise : Im Windschatten

  • -Aktualisiert am

Nur wenige Passanten sind dieser Tage in den Fußgängerzonen der Innenstädte unterwegs. Bild: dpa

Der Einzelhandel leidet unter der Krise. Viele Händler versuchen, über Online-Plattformen mit den Kunden in Kontakt zu bleiben. Doch die kleinen Betriebe werden es schwer haben, neben den großen Ketten sichtbar zu bleiben.

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          Nimmt man die Lebensmittel mal aus, gehört der Einzelhandel zu den am meisten von Corona betroffenen Branchen. Die lauten Rufe nach Staatshilfen sind verständlich. Aber Corona ist nicht der einzige Grund für die wirtschaftlich schlechte Lage. Der lokale, familiengeführte Einzelhandel hat in den vergangenen zehn Jahren die Hälfte seines Marktanteils verloren. Und dass er am Ende der Krise den Rest halten kann, glaubt heute niemand.

          Das Fachhandelssterben geht mit und ohne Corona weiter. Dennoch sind alle privaten Initiativen zu begrüßen, die zumindest gut aufgestellten Händlern helfen können, sich über eine Präsenz im Internet im Bewusstsein der Kunden zu halten – und das jenseits von Amazon und Ebay. Eine Chance dazu bietet die Initiative „shopdaheim.de“.

          Die Buchhandelsketten Thalia und Osiander sowie die Floristikkette Blume2000 bringen mit ihren Hunderten Geschäften einen Grundbestand mit, so dass jeder Kunde in der Nähe seines Wohnortes auch Händler auf shopdaheim findet. Manchem Familienbetrieb wird es schwer fallen, sich dort neben seinen größten Konkurrenten zu präsentieren, und die Ketten werden stärker profitieren als der kleine Familienbetrieb. Aber nur in ihrem Windschatten wird es ihm überhaupt gelingen, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

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