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Einigung mit Gewerkschaft : Airbus verzichtet auf Entlassungen

Protestierende Airbus-Mitarbeiter vor einem Airbus-Werk nahe Madrid. Bild: EPA

Der europäische Flugzeughersteller braucht doch keine so harten Einschnitte durch die Pandemie, wie befürchtet worden war. Vorbei ist die Krise dadurch aber noch nicht.

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          Der Flugzeughersteller Airbus kommt mit weniger harten Eingriffen durch die Corona-Krise, als zunächst befürchtet worden war. Wie die Gewerkschaft IG Metall am Donnerstag nach einer Einigung mit dem Unternehmen mitteilte, haben rund 2300 Beschäftigte in den norddeutschen Werken den Konzern auf Basis freiwilliger Vereinbarungen verlassen.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Damit sei der Stellenabbau abgeschlossen, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich: „Die angedrohten Entlassungen sind vom Tisch. Im Fall der Fälle reduzieren wir Stunden, statt Menschen zu entlassen.“ Zwischenzeitlich hatte es geheißen, in Hamburg, Bremen, Stade und anderen Standorte im Norden seien 3200 Stellen in Gefahr. Für ganz Deutschland war von 5100 Beschäftigten die Rede gewesen, die ihre Stelle möglicherweise verlieren könnten – auch durch betriebsbedingte Kündigungen.

          Zwar sei die Krise noch nicht durchgestanden, hieß es nun von der Gewerkschaft. Die weiter geringe Auslastung soll Airbus im laufenden Jahr aber durch verlängerte Kurzarbeit abfedern. Vom kommenden Jahr an könne die Arbeitszeit in mehreren Stufen um bis zu 20 Prozent, also auf 28 Stunden in der Woche, verringert werden.

          Für ganz Europa hatte der Konzern im vergangenen Jahr angekündigt, rund 15.000 Stellen abbauen zu wollen. Am Donnerstag hieß es von der Airbus-Gruppe Abfindungsprogramme, Frührenten oder Versetzungen hätten sich als wirksam erwiesen. Kündigungen seien daher auch in Frankreich und Großbritannien zur Zeit nicht nötig. In Spanien habe der Verhandlungsprozess später begonnen. In Summe beschäftigte die Airbus-Gruppe zuletzt mehr als 130.000 Menschen.

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