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Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

Der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche wird Aufsichtsrat bei Aldi Süd. Das liegt auch an seiner Freundschaft zum ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht. Bild: dpa

Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler hat Zetsche einen Posten bei Aldi Süd übernommen. Wie die F.A.Z. erfahren hat, ist er schon seit Juni im Beirat des Discounters. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.

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          Seit dem 23. Mai ist Dieter Zetsche eine große Aufgabe los – nämlich die, den Daimler-Konzern zu führen. Mit der Hauptversammlung hat er seinen Posten als Vorstandschef abgegeben, ohne aber auf den Ruhestand zuzusteuern.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Lang geplant war, dass er nach dem Ende seiner Daimler-Karriere sofort TUI-Aufsichtsratschef wird. Und noch eine ganz andere Branche vertraut auf die Expertise des langjährigen Daimler-Chefs, wie jetzt bekannt wurde: der Discounter Aldi Süd hat Zetsche im Juni in den Beirat geholt. Eine Sprecherin von Aldi Süd bestätigte gegenüber der F.A.Z. die Personalie, über die als erstes das „Manager Magazin“ berichtet hatte.

          Eine Männerfreundschaft

          Wie aber kommt ein promovierter Ingenieur in den Beirat eines Discounters, ein Automann, der den Mercedes-Werbespruch „Das Beste oder nichts“ zum Maßstab für die Arbeit des ganzen Daimler-Konzerns erhoben hat? Das dürfte nicht zuletzt mit einer klassischen Männerfreundschaft zusammen hängen: Jürgen Hambrecht, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von BASF, ist seit mehr als zehn Jahren im Daimler-Aufsichtsrat. Und Hambrecht wiederum, der vor wenigen Tagen seinen 73. Geburstag feierte, gehörte bis 2017 auch dem Beirat von Aldi Süd an.

          Der Discounter setzt traditionell auf Expertise von außen und auch aus anderen Branchen. Dem Gremium gehören zum Beispiel auch die Demoskopin Renate Köcher (Allensbach) und der frühere Intersport-Chef Franz Julen an.

          Auch die Schwarz-Gruppe (zu der neben Lidl auch Kaufland gehört) hat in der jüngeren Vergangenheit den eigenen Beirat um Top-Manager aus anderen Branchen erweitert, nämlich um den LBBW-Chef Rainer Neske und Sarah Fix-Bähre vom Internetkonzern Google.

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