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Ehemalige Philips-Halbleitersparte : Elektronik-Konzern NXP streicht tausende Jobs

  • Aktualisiert am

Dieses Werk im französischen Caen soll verkauft werden Bild: AFP

Der niederländische Elektronik-Konzern NXP Semiconductors streicht bis 2010 weltweit 4500 Arbeitsplätze. In Deutschland ist Hamburg mit 850 Stellen betroffen. Dort werde die Chip-Produktion wegen ungenügender Auslastung geschlossen.

          Der niederländische Halbleiterhersteller NXP streicht weltweit 4500 Stellen, davon 850 in Hamburg. Zudem werde NXP vier Fabriken weltweit schließen oder verkaufen, kündigte Unternehmenschef Frans van Houten am Freitag an. NXP ist die frühere Halbleitersparte von Philips und seit Oktober 2006 eigenständig.

          Grund für den „harte Restrukturierung“ seien das schwierige wirtschaftliche Umfeld und der schwache Dollar. NXP ist einer der zehn größten Mikrochip-Hersteller weltweit. Die Branche ist unter hartem Preisdruck und muss gleichzeitig viel in Forschung und Entwicklung investieren.

          Hamburg bleibt eines der beiden großen Werke in Europa

          Der Stellenabbau in Hamburg sei auf zwei Jahre angelegt, sagte eine Sprecherin von NXP Deutschland. In der Hansestadt arbeiten demnach insgesamt 2500 Menschen für die niederländische Firma. Die Chip-Produktion dort werde wegen ungenügender Auslastung geschlossen, die „sehr erfolgreiche“ Produktion von Transistoren und Dioden vor allem für die Handy- und Automobilindustrie dagegen ausgeweitet.

          In Hamburg wird nach Angaben der Sprecherin eines der beiden großen Werke von NXP in Europa bleiben. Das andere stehe in Nijmwegen; auch dort wird allerdings eine Teilproduktion geschlossen. Die Produktion im französischen Caen mit 350 Beschäftigten soll nach Angaben van Houtens verkauft werden; finde sich im kommenden Jahr kein Käufer, wird es ebenso geschlossen wie eine Fabrik in Fishkill im amerikanischen Bundesstaat New York.

          NXP beschäftigt insgesamt 31.000 Menschen in rund 20 Staaten und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Zu den Kunden gehören Firmen wie Apple, Samsung und Nokia.

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