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Kontaktbörse „Eharmony“ : Wo Pro Sieben Sat 1 auf die Liebe setzt

Potsdamer Platz in Berlin: Werbetafel für das Kontaktportal Parship, das zur Nucom-Gruppe von Pro Sieben Sat 1 gehört. Bild: Imago

Dem Fernsehen laufen die Zuschauer weg. Umso wichtiger werden die Internetfirmen des schlingernden Konzerns. Auf dem amerikanischen Markt landet der Konzern nun einen Volltreffer – mit der Liebe im Mittelpunkt.

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          Alle 14 Minuten verliebt sich ein Single auf Eharmony: Der Slogan der amerikanischen Plattform für Online-Dating ist auch vielen Fernsehzuschauern in Deutschland bekannt, seit die Pro Sieben Sat 1 Media SE das deutsche Eharmony-Pendant vor gut drei Jahren gekauft hat. Der Slogan stammt nämlich von Parship, jener Online-Kontaktbörse, die wie Elite-Partner dem Münchner Medienkonzern gehört, genauer dessen Tochtergesellschaft Nucom. In ihr sind insgesamt zehn Internetbeteiligungen gebündelt, aber das Partnervermittlungsgeschäft macht mit rund 250 Millionen Euro Umsatz den Löwenanteil aus.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Gerade von Eharmony verspricht sich Claas van Delden, Ko-Vorstandschef der Nucom, großes Wachstum, gibt es doch in Amerika mit 100 Millionen Alleinstehenden viermal so viel Singles wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Allerdings rangiert Eharmony in den Vereinigten Staaten hinter dem Marktführer Match.com. „Eharmony war ein bisschen in die Jahre gekommen, der ganze Auftritt ein wenig verstaubt. Die Parship-Plattform ist technisch weitaus besser, das Marketing viel frischer“, sagt van Delden gegenüber der F.A.Z. „Seit der Umstellung im November läuft es bei Eharmony wieder rund. Im Januar, dem wichtigsten Monat, haben wir die Zahl der Neukunden um 50 Prozent gesteigert.“ Das ist umso bemerkenswerter, weil Eharmony mit dem Dating-Dienst von Facebook einen mächtigen Konkurrenten hat – der allerdings jüngst den Marktstart seines Partnervermittlungsgeschäfts in Europa überraschend abgesagt hat.

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