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Edeka-Chef Markus Mosa : Im Kampf um den besten Preis

  • -Aktualisiert am

Markus Mosa, Chef von Edeka Bild: dpa

Markus Mosa ist der Chef von Edeka. Er will Deutschlands größten Lebensmittelhändler noch wettbewerbsfähiger machen. Das sorgt für Unruhe in der Industrie.

          4 Min.

          Markus Mosa ist ein Manager, der nicht gerne im Mittelpunkt steht. Seine zurückhaltende Art steht aber im krassen Widerspruch zum Einfluss, den der Chef des Edeka-Konzerns aus Hamburg im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat. Mosas Unternehmen, mit Abstand die Nummer eins hierzulande, ist gefürchtet für seine harten Verhandlungen. Er weiß genau, wie man sich Respekt gegenüber den Lieferanten verschafft, seien es lokale Hersteller von Obst und Gemüse oder globale Markenartikelproduzenten wie Nestlé oder Unilever. Jetzt wird der Einfluss noch größer, denn Mosa und sein Team sortieren den gesamten Einkauf neu, um die Schlagkraft weiter zu erhöhen.

          In Amsterdam hat der 53 Jahre alte gebürtige Rheinländer zusammen mit einem Partner, dem niederländischen Lebensmittelversandhändler Picnic, vergangenes Jahr eine Gesellschaft namens Everest gegründet, die künftig die Einkaufspreise mit den größten globalen Markenherstellern zentral verhandeln soll. Dabei geht es um etwa 50 internationale Produzenten, darunter Branchengrößen wie Coca-Cola oder Danone. Im August kam die neue Händlerallianz Epic in Genf hinzu, über die Edeka nach seinem Austritt aus dem Branchenbündnis Agecore künftig On-top-Konditionen mit der Industrie aushandeln will, also Vereinbarungen für Sonderaktionen, Marketing und Werbung, um die Hersteller und Handel stets hart ringen.

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