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Nachfrage höher als erwartet : Easyjet baut Flugplan vorsichtig aus

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Ein Airbus A320-200 der Fluggesellschaft Easyjet in Berlin-Schönefeld Bild: dpa

Die Unsicherheit in der Reisebranche ist immens. Der Easyjet-Chef erklärt den Markt für unvorhersehbar – kündigt aber eine leichte Erholung der Buchungszahlen und eine Ausweitung des Flugplans an.

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          Der britische Billigflieger Easyjet weitet seinen Flugplan wegen einer leichten Erholung bei den Buchungszahlen vorsichtig aus. Für den Rest des Sommers werde das Angebot auf 40 Prozent von zuvor 30 Prozent der Flugkapazität des vergangenen Jahres erhöht, kündigte Easyjet am Dienstag an. Die Nachfrage sei höher als erwartet. Die Airline bleibt aber pessimistischer als die konkurrierenden Billigflieger. Marktführer Ryanair aus Irland will im August 60 Prozent der Vorjahreskapazität abheben lassen, im September dann 70 Prozent. Die kleine ungarische Gesellschaft Wizz Air hatte zuletzt schon 70 Prozent erreicht.

          Auch die Lufthansa will nach der Ankündigung von Ende Juni bis Oktober 40 Prozent des vorjährigen Sitzplatzangebots wieder füllen und mit mehr als 380 Flugzeugen die Hälfte der Flotte in die Luft bringen. Über den neuesten Stand informiert die Lufthansa zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am Donnerstag. Die französisch-niederländische Gruppe Air France KLM stellte für das laufende dritte Quartal 45 Prozent der Kapazität in Aussicht, die bis Jahresende auf 65 Prozent steigen soll. Von April bis Juni hoben wegen der Pandemie nur zwölf Prozent der Vorjahresflüge ab. Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG, Mutterkonzern von British Airways, Iberia und Aer Lingus, plant vorsichtiger mit rund einem Viertel des Angebots im dritten Quartal und gut der Hälfte im Schlussquartal des Jahres.

          Doch weil die Corona-Fallzahlen in mehreren Ländern wieder steigen, bleibt die Unsicherheit über die Entwicklung des Reiseverkehrs groß. Urlaubsziele in Portugal oder Frankreich seien gefragt, aber der Markt bleibe unvorhersehbar, erklärte Easyjet-Chef Johan Lundgren. Aufgrund der Corona-Pandemie erlitt EasyJet in den drei Monaten bis Ende Juni einen Verlust vor Steuern in Höhe von 324,5 Millionen Pfund Sterling. Von April bis Juni, als in Europa größtenteils der Luftverkehr wegen Reisebeschränkungen brach lag, verbrannte Easyjet aber weniger Geld als befürchtet: Statt der zunächst erwarteten einen Milliarde Pfund waren es 774 Millionen.

          Der Billigflieger rechnet für das laufende vierte Quartal seines Geschäftsjahres mit einem geringeren Verlust als im dritten. Das gab der seit Jahresbeginn stark gebeutelten Aktie Auftrieb von mehr als zehn Prozent.

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