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Umsatz wächst langsamer : E-Books finden kaum noch neue Käufer

  • Aktualisiert am

Noch mehr Käufer? Oder nicht? Bild: dpa

E-Books gelten als die Bücher der Zukunft. Doch ihr Aufwärtstrend ist jäh abgebrochen. Neue Zahlen zeigen: Das Geschäft mit den elektronischen Büchern gewinnt kaum noch an Bedeutung.

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          Auf dem deutschen Buchmarkt geht es für E-Books nicht mehr steil nach oben. Der Umsatzanteil am Publikumsmarkt, also ohne Schul- und Fachbücher, lag im vergangenen Jahr bei 4,3 Prozent und damit nur leicht höher als im Vorjahr mit 3,9 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.

          Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent, nachdem er im Jahr 2013 noch um 60,5 Prozent nach oben geschnellt war. Der Börsenversein beschrieb den Trend mit „Der Umsatzanteil festigt sich“.

          Im vergangenen Jahr hatte vor allem Amazon versucht, die Preise für E-Books zu drücken. Viele E-Books kamen zum Minipreis auf die Lesegeräte - oder gleich in einer Flatrate. In den Vereinigten Staaten kam ein Streit um die E-Book-Preise zwischen Amazon und mehreren Buchverlagen dazu. Der allerdings war angesichts der Buchpreisbindung in Deutschland deutlich schwächer. Insgesamt ist es unwahrscheinlich, dass allein der Preisverfall den Umsatzanstieg so gebremst hat.

          E-Books seien ein fester Bestandteil des Buchmarkts, aber viele Marktteilnehmer hätten dauerhaft höhere Wachstumsraten erwartet, erklärte der Vorsteher des Börsenvereins, Heinrich Riethmüller. Die Dynamik der Steigerung nehme derzeit stark ab, obwohl Lesegeräte mittlerweile sehr verbreitet seien. Er sei sich jedoch sicher, dass der E-Book-Anteil am Umsatz weiter wachsen werde.

          Nach wie vor sind Romane und andere Erzählungen als E-Books beliebter als andere Bücher. 84 Prozent des E-Book-Umsatzes entfielen im vergangenen Jahr auf die Belletristik. Im Buchhandel insgesamt machte Belletristik im Jahr 2013 nur 34 Prozent des Umsatzes aus.

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