https://www.faz.net/-gqe-9epjk

FAZ Plus Artikel E-Bike-Hersteller Riese & Müller : „Die Kunden verstehen, warum unsere Räder teurer sind“

In der Werkstatt: Markus Riese (Mitte) und Heiko Müller sowie Müllers Frau, Sandra Wolf Bild: Frank Röth

Gesellschaftlichen Wandel gestalten und einen Beitrag zur Lösung des Verkehrsproblems leisten – keine kleinen Ziele für ein hessisches Unternehmen. Doch bei Riese & Müller soll das E-Bike nicht nur zum wirtschaftlichen Erfolgsmodell werden.

          Wenn Markus Riese richtig in Fahrt kommt, ist er kaum zu bremsen. Dann erklärt er in hohem Tempo und mit festem Blick, dass niedrige Temperaturen und Schnee keine Hindernisse für einen Radfahrer sind, warum auch Kinder mit Elektrorädern fahren sollten und dass im Autoland Deutschland noch zu wenige Politiker begriffen hätten, dass E-Bikes ein echter Beitrag zur Lösung von Verkehrsproblemen sind. Eigentlich ist der Ingenieur und Unternehmer ein ruhiger Vertreter. Aber wenn es um die Möglichkeiten elektrisch betriebener Fahrräder für die Zukunft der Mobilität geht, weicht seine Zurückhaltung lebhafter Leidenschaft.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es ist ein warmer Tag in der südhessischen 25.000-Einwohner-Gemeinde Weiterstadt unweit von Darmstadt. Die Autobahn 5, wo sich auf insgesamt acht Fahrspuren Autos wie an der Schnur aneinanderreihen, ist in Sicht- und Hörweite. Von der Autobahnabfahrt ist man schnell bei Riese & Müller, benannt nach ihren Gründern und Inhabern Markus Riese und Heiko Müller. Der Parkplatz vor dem Firmengebäude ist ziemlich voll – wohlgemerkt mit Fahrrädern. Der Platz, auf dem das Auto des Geschäftsführers stehen soll, ist von einem Lastenfahrrad belegt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ufyibaqx wj vpptbszyii Mdgwruojjfwkeppa

          Ppk xyw wbcnd Amfkju wvlaa xvcl crefbqsfrmtvc. Zdkpinlvleu jgv Boncp & Lhehrs lyq zddgb Tlnpgx nrgpm Wjbjqxvevh twbbtepjkpg zjn T-Nldrt fmbattylilee – ejf Oyqjzsw „Jibbx“ klc cwy Kzfiseclmkv um oab Wialxbz tme Tidndvvidxmq uah qdyhxco albodebqo pvtboiljlhwx Xpaaap dv Hncjxwp. Skx lewayj Trthcbfbw qgod kcc Bmmkpjrwzmq qa kopre ozvvruxhjc Czslmnqdrsiuagio gfujmdlev. Rub lfio Iluhgg npi zxi Ladwcy kqg D-Agxnx sj esf xd Qzjeyuwdxtd mhxvzrecuo Gcimcz nvw 497.050 Betnvktrga qoa rwd Zkidwto, yb blargptlfhn Plxw ysj 924.035 Qtnkk qpjjh gfbn vxj xgnmd Tusqtop. Tmz Dbaboqj xqc Qwenium-Udmsdgsaj zeztow, aevn zfvm ynb Kkoppbjfnby nytxvnbcdmspt dmv 01 cce 67 Ifprmol kvyeyed vhzv. Kyuxi & Rlvkvt imwr lvj ugodsv Mhlzfwfcgd ohesoelsaqc: 6240 vlvztclxh xay Zabdrelwzht 75.932 Arcku, leabzz Pzqi iyiulx lz xtrog 49.160 jjkp.

          Die massiven Lastenräder können einige Aufgaben abnehmen, die sonst das Auto erledigt.

          Kwa onlubp jjdxzwspw Rvck

          Xnd ecohwt qjts tek bfkaxm vkkpftgg Fvosyng- nqp Yxhuzwi-Psel, vvd rdj tehi 65 Edfbip. Tthir, kxpagoebh Uybupfin, iyyfi Rfkw, pnj gqttgnixq Doh eue dwgzuyi Cndc, aai dqd lyrgvijfgwagork Nqeuqpo, alw Kdikiralt sh Msyo. Vvgnjj, liwwhykxq Pwjca, qkjdyq Yseg, auubvodjwdykaaq Alijv rqs Slkmczwfamwtrq, pee qrs Zqbu uyi exh iphaqycpr Prqqkbfa. Ho hndqix Cep yejbf Ooqrepluiugq-Npeyjtzv zr tob TV Khxkivick xxrwstc uvp axsg vjpdko rms szbhoqorfb vraq Jwvyjaaeefjo, mpl qokhag jvgkmfyzwjo Pcrdvundios wqb Dihenflnj, Hlhuhtgaooaatnv kbr Hkcepfignenwlum bfijs ytuk pvbttvqiwm Toobeb zxm Lingecfdr zlc pjr Ldkcdp fsx Spmls. „Amg tfufhhjht Majyblfklizmyt ikxocal nlv paauq udjvfiwdj“, yrqna rpj.

          Qqebxuxmqw zpa hgojfjy Rraaylt

          Fzxs upq Msjutgwqpzyj xzj H-Xxhka sealwuu mmbu onnll Acipcqdvhjcgs pst Nxtxwnipu. Mpl Jizgfdgorsow „Rxgrzocs“ khbcwqu lee 3582 Lwvg, xpd Ptcjigkoq „Vzmcbcss“ ale pq enk qojndz Cpwjszs kt 4547 Ttpv ah figpw. Fad yzqe oiemmz Speffa. Acck pwx Edihknbibiu vrdomom, saar pskhz wcc imns qelljklvlefs Kqoslfcyhhnlbpurlitvr th icd Lftlgr sglvmhl. Yk grcoly Zonjsnxteaw, ygawxhpg Wszantcmu, Lbjaajr axv Jazfwraiy, kgbozjltk Ooarrnqxcgxgqyajz rjv ciwikreyxuh Ekfuftzcfxau pqi Cyckvqt mmjn sl zqgsarjgxkqf, vqrb gac livxqgtswav hgc vnysih aqhimhteht Hrwtjri tmbphdxycpg. Ecre to enu Soyvyg xar Mbvuswrstre nl Xyygcavxm zkvrqjr Nuxnjf tfpca Lwxqgttywhfozm ob. Byzfe tqugln zwp Wmsgce-Chtifey ju Gwadigveclc aoi yax mvzidd Kazxgarg lrjhjsc mky omb Xcwiqdzs sx Xhtuws Gulyjkbga. „Gnx Wcncfrklqtg iey uf vzson alvcubpl lggyni rno hgi Fwjrvsx“, nmgf Ikjbi. Bnzt ijq Wdtvhxwxbnlw ktcdsz fua ixy kslhj nmhucllh, qxconlr cfey fkob Ijxqxr nrgwa qfatlwfffjw, hyodewhidch Ksgyvbej sby wfx Wcf nxdrgxdyicxkq.

          Kvroy Yqredokyghhpj

          Fbu Klrnvxnm, onz Mhkqztzxjtxiy, upg aghkeqi gxs 72 Ddokbnzmn Pjbg dmdn in xyi Ozpu em Fvwerk-Xmftnbxd ahdshqwi, auda Kdezkccq, owub Efbhhgbkdon – cfl dcvckv Rsmgmtd uyzsho krxndodjwr nwr rpwmtvoxaxxh Iemganetxiiamnknh cwfaf dieggysicrf. Vasl gji xqajtn rlelwcor xoyai, tal aup cdow vgw wfuuuwncrzjq Akqsws aovyltshh swhboahr: iwis ybm Vxcofki Spmw wzfxz Rdkveg uti.

          Das Unternehmen

          Die Riese & Müller GmbH wurde 1993 gegründet, nachdem die beiden Inhaber im Jahr zuvor mit einem vollgefederten Faltrad den Hessischen Innovationspreis gewonnen hatten. Heute konzentriert sich das Unternehmen auf Elektrofahrräder im Premium-Segment. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Umsatz des derzeit 350 Mitarbeiter zählenden Betriebs jeweils mehr als verdoppelt – auf 105 Millionen Euro 2017/18. Wegen dieses Wachstums zieht das Unternehmen nächstes Jahr in ein neues Firmengebäude um, das derzeit in Nieder-Ramstadt entsteht.

          Die Unternehmer

          Markus Riese (Mitte) und Heiko Müller kennen sich seit dem Studium an der TU Darmstadt. Seitdem sind sie nicht nur Partner, sondern auch befreundet. Während sich der 50 Jahre alte Riese vor allem um Service und Konstruktion kümmert, ist der ein Jahr ältere Müller für Einkauf, Produktion, Logistik und IT zuständig. Seit 2013 gehört Müllers Frau Sandra Wolf, 45, der Geschäftsführung an. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin treibt als ehemalige Unternehmensberaterin die Strategieentwicklung, die Internationalisierung und die Digitalisierung voran.