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Düngemittel : K+S kauft Lizenzen für Kali-Minen in Kanada

Der „Monte Kali” bei Dankmarshausen: eine Abraumhalde aus dem Kalibergbau Bild: dpa

Der Düngemittelproduzent K+S stärkt sein Geschäft durch eine millionenschwere Übernahme in Kanada. Über den Zukauf will der deutsche Konzern mehrere Kali-Minen in der Provinz Saskatchewan erschließen.

          Der Salz- und Düngemittelhersteller K+S kauft für bis zu 311 Millionen Euro das kanadische Unternehmen Potash One. Über den Zukauf will der deutsche Konzern mehrere Kali-Minen in der Provinz Saskatchewan erschließen. Wie es in der Mittelung des Kasseler Unternehmens heißt, besitzt Potash One mehrere Lizenzen zur Ausbeutung von Kali-Lagerstätten. Ein Projekt sei schon weit fortgeschritten. Um diese Vorkommen zu nutzen, müsse K+S weitere rund 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 1,85 Milliarden Euro) investieren. Dann könnten ab 2015 insgesamt 2,7 Millionen Tonnen Kaliumchlorid im Jahr gefördert werden.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

          Mit dem ebenfalls in Kanada ansässigen Bergbaukonzern Potash Corp of Saskatchewan, dessen Übernahme durch die australische BHP Billiton kürzlich gescheitert war, hat Potash One nichts zu tun (siehe ). Potash kommt in beiden Unternehmensnamen vor, weil es die englische Bezeichnung für Kali ist.

          K+S bietet den Potash-One-Anteilseignern 4,50 kanadische Dollar je Aktien. Der letzte Schlusskurs vor Bekanntgabe der Übernehme hatte bei 3,62 Dollar gelegen. Damit der Zukauf zustande kommt, müssen zwei Drittel der Potash-One-Aktionäre ihre Aktien an K+S verkaufen. Der Verwaltungsrat von Potash One hat dem Verkauf schon zugestimmt. „Unser Angebot steht ganz im Zeichen unserer Wachstumsstrategie, die den Ausbau unserer Kalikapazitäten sowie die Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Bergwerke vorsieht“, wird Norbert Steiner, der Vorstandsvorsitzende von K+S, zitiert. Tatsächlich sind die deutschen Kali-Vorkommen von K+S sind in 30 bis 40 Jahren erschöpft.

          Schon in der Vergangenheit hatte K+S Milliarden-Investitionen für den Bau neuer Bergwerke angekündigt. Der Verkaufsprozess der Blumenerde-Sparte Compo, den der Konzern im Juli begonnen hat, verläuft Steiner zufolge nach Plan. K+S müsse den Bereich jedoch nicht in jedem Fall verkaufen: „Wenn bestimmte Erwartungen nicht erfüllt sind, würden wir den Prozess nicht unter allen Umständen mit einer Deinvestition enden lassen.“

          Die Aktie von K+S reagiert auf die Ankündigung zum Kauf von Potash One am Montag im Verlauf mit einem Kursabschlag von 2,2 Prozent auf Kurse um 48,16 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier den Aktionären allerdings sehr viel Freude bereitet. Für diese Zeit steht ein Plus von rund 32 Prozent zu Buche.

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