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Drohender Stellenabbau : Boeing stoppt Produktion von Militärfrachter

  • Aktualisiert am

2915 soll die Fertigung des Globemaster eingestellt werden Bild: AP

Boeing will das Militärfrachtflugzeug C-17 Globemaster nicht mehr bauen. 3000 Mitarbeitern droht damit die Entlassung. Einen Großauftrag für den Dreamliner kann Boeing dagegen endgültig festmachen.

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          Nach mehr als zwei Jahrzehnten beendet Boeing mangels Nachfrage die Produktion des großen Militärfrachtflugzeugs C-17 Globemaster III. Den annähernd 3000 Mitarbeitern, die bislang in den Vereinigten Staaten mit dem Bau beschäftigt waren, droht damit die Entlassung.

          Der Abbau der Belegschaft beginne Anfang kommenden Jahres und ziehe sich bis zum endgültigen Auslaufen der Fertigung im Jahr 2015 hin, erklärte Boeing am Mittwoch im kalifornischen Long Beach, wo die Endmontage des Fliegers beheimatet ist.

          „Unsere Kunden auf der ganzen Welt müssen mit schwierigen Haushaltssituationen klarkommen“, erklärte Dennis Muilenburg, der Chef von Boeings Rüstungs- und Weltraumsparte, die ingesamt 59.000 Mitarbeiter hat. Das Zwangssparen in Washington habe zu einer zusätzlichen Unsicherheit geführt.

          Mit 223 Maschinen hat die amerikanische Luftwaffe die meisten der insgesamt 257 bis dato ausgelieferten C-17 abgenommen. Weitere Kunden für den vierstrahligen Transporter waren Australien, Kanada, Großbritannien, Indien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bis zum Ende der Produktion sollen noch 22 Maschinen gefertigt werden.

          Großauftrag für den Dreamliner

          Besser läuft es dagegen für Boeing bei seinem Dreamliner. Ein vor drei Monaten in Aussicht gestellter Großauftrag der Leasinggesellschaft ALC ist nun perfekt: ALC bestellt insgesamt 33 der leichten und damit besonders spritsparenden Langstreckenflieger und zwar in den größeren Ausführungen 787-9 und 787-10. Diese fassen bis zu 330 Passagiere statt maximal 250 in der bislang ausgelieferten Standardvariante 787-8.

          Boeing und ALC hatten im Juni auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris das Geschäft angekündigt. Nach Listenpreisen ist die Bestellung 9,4 Milliarden Dollar wert (7 Milliarden Euro), wobei hohe Rabatte in der Branche üblich sind.

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