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F.A.Z. exklusiv : Weltbild wird bald vollständig übernommen

Nach Insolvenz und Umstrukturierung soll Weltbild bald wieder den Umsatz steigern. Bild: Picture-Alliance

Gute Nachrichten für Weltbild: Die Augsburger Mediengruppe gibt den Großteil ihrer Anteile ab. Der Gesellschafter erwartet deutlich steigenden Umsatz – mit einem neuen Konzept.

          Die Düsseldorfer Unternehmensgruppe Droege hat ihren Anteil an der Augsburger Mediengruppe Weltbild um 10 auf 70 Prozent erhöht. Sie beabsichtigt zudem, die restlichen 30 Prozent im Rahmen bestehender Kaufoptionen ebenfalls mittelfristig zu übernehmen. Weltbild sei ein langfristiges Engagement in dem Zukunftsfeld E-Commerce. Der Gründer und CEO der Droege-Gruppe Walter Droege nannte in diesem Zusammenhang gegenüber der F.A.Z. erstmals konkrete Umsatzzahlen. Wie die F.A.Z. berichtet, ist die Weltbild-Gruppe nach der Insolvenz und der Restrukturierung durch Droege auf einen Umsatz von 400 Millionen Euro geschrumpft.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

          Im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017, das am 30. Juni 2017 endet, soll erstmals wieder ein nennenswertes Wachstum auf 450 Millionen Euro erreicht werden. Dieser Umsatz werde zu 72 Prozent mit Medien erzielt, darunter zu mehr als 50 Prozent mit Büchern. Weltbild sei damit nach wie vor der zweitgrößte Onlinebuchhändler (nach Amazon) und insgesamt der drittgrößte Buchhändler (nach Amazon und Thalia) Deutschlands.

          „Wir sind und bleiben ein Buchhandelsunternehmen“, sagte Weltbild-Geschäftsführer Sikko Böhm der F.A.Z. Vor allem der Anteil eigener Lizenzausgaben soll deutlich erhöht werden, um Weltbild einen Marktauftritt zu ermöglichen, der das Unternehmen von anderen Buchhandelsunternehmen deutlich abhebt. In der Herstellerkompetenz für eigene Bücher und für exklusive Geschenk- und Freizeitartikel sieht Droege eine der Hauptkompetenzen von Weltbild. Er plane zusätzlich, Weltbild in allen drei Kanälen (Stationäres Geschäft, Katalogversand, Online-Handel) zu einer Plattform auszubauen, die auch anderen Anbietern zur Verfügung steht. Es sei gelungen, Weltbild bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr aus der Verlustzone zu führen; von 2018 an werde man mit dem jetzigen Konzept deutlich steigende Gewinne erwirtschaften, ist Droege überzeugt.

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