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Verbandsumfrage : Drei von vier Gastronomen bangen um Existenz

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Abgestellt: Stühle und Tische am Alexanderplatz in Berlin Bild: dpa

Restaurants und Hotels sind weitgehend dicht. Für Gastronomen geht es um ihre Existenz. Nach einer Verbandsumfrage zieht jeder vierte Unternehmer die Aufgabe in Betracht.

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          Drei von vier Gastronomen und Hoteliers bangen einer Umfrage zufolge angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie um ihre Existenz. 75,5 Prozent von 12.000 Betrieben gaben dies an, geht aus der am Montag veröffentlichten Januar-Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervor.

          Jeder vierte Unternehmer ziehe konkret die Betriebsaufgabe in Erwägung. Nach dem Corona-Jahr 2020 seien die Konten leer – bei weiterhin hohen Kosten. Von den Ende Oktober zugesagten Novemberhilfen seien bei den Betrieben bisher nur Abschlagszahlungen angekommen, bei vielen nicht einmal diese. Auch die angekündigten Dezemberhilfen stünden noch aus.

          „Unsere Betriebe befinden sich seit dem 2. November im Lockdown, eine Öffnungsperspektive fehlt“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die Unternehmer fühlten sich zunehmend von der Politik im Stich gelassen. Das sei genau das Gegenteil von schnell und unbürokratisch, wie es von den Bundesministern Peter Altmaier (Wirtschaft, CDU) und Olaf Scholz (Finanzen, SPD) zugesagt worden sei. „Die versprochenen November- und Dezemberhilfen müssen jetzt endlich bei allen Betrieben ankommen“, forderte Zöllick. „Insbesondere gilt es, jetzt Klarheit und längst überfällige Korrekturen bei den Hilfsprogrammen vorzunehmen.“ Das Hilfschaos und die enorme Komplexität müssten beseitigt werden.

          Im Oktober fiel der Umsatz im Gastgewerbe um gut elf Prozent niedriger aus als im Vormonat. Er blieb rund ein Drittel unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

          Abgesperrt: Rotes Flatterband auf Stühlen eines Restaurants in Warnemünde
          Abgesperrt: Rotes Flatterband auf Stühlen eines Restaurants in Warnemünde : Bild: dpa

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