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Maersk übernimmt Hamburg Süd : Dr. Oetker trennt sich von seiner Schifffahrtssparte

  • Aktualisiert am

Niedrige Frachtraten: Die Branche konsolidiert sich. Bild: Reuters

Die Gerüchteküche brodelte schon länger, jetzt ist der Deal perfekt: Dr. Oetker verkauft seine Schifffahrtssparte - und verliert damit einen der Umsatztreiber schlechthin.

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          Dr. Oetker trennt sich von seiner Schifffahrtssparte und verkauft die Reederei Hamburg Süd an das dänische Unternehmen Maersk. Das teilten das Familienunternehmen am Donnerstag in Bielefeld mit. Zuvor hatte Maersk über den geplanten Kauf berichtet.

          Oetker verliert damit rund die Hälfte seines Umsatz von rund 12 Milliarden Euro. Details zu dem geplanten Kauf nannten beiden Seiten noch nicht. Bislang sei ein Vorvertrag unterzeichnet worden. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll der Verkauf bis Ende 2017 umgesetzt werden.

          Konsolidierung in der Branche

          Die 1871 gegründete Reederei Hamburg Süd liegt nach Daten des Branchendienstes Alphaliner gemessen an der Transportkapazität auf Rang sieben der größten Containerreedereien der Welt, einen Platz hinter dem Lokalrivalen Hapag-Lloyd. Die Containerschifffahrt steckt seit Jahren in einer tiefen Krise. Sie leidet unter Überkapazitäten und sinkenden Frachtpreisen. Viele Reedereien schreiben rote Zahlen.

          Immer mehr Unternehmen schließen sich deshalb zusammen oder bilden Allianzen, um die Kosten zu senken. Deutschlands Branchenprimus Hapag-Lloyd erhielt unlängst von der EU-Kommission grünes Licht für die Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC, zusammen würden sie damit zur Nummer fünf der Branche.

          Ende Oktober kündigten drei führende japanische Reedereien den Zusammenschluss ihrer Containergeschäfte zur Nummer sechs der Branche an.  Die südkoreanische Reederei Hanjin wurde durch die Krise in die Pleite getrieben. Sie meldete Ende August Insolvenz an. 2013 war eine geplante Fusion zwischen Hapag-Lloyd und Hamburg Süd geplatzt.

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