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Dow-Chemical : Chemiewerke in Sachsen und Sachsen-Anhalt gepfändet

  • Aktualisiert am

Ein Schornstein der Dow Chemical Company Schkopau. Bild: dpa

Hintergrund der Pfändung ist ein in Nicaragua ergangenes Urteil gegen die amerikanische Firma. Landarbeiter verlangen dort Schadenersatz aufgrund gesundheitlicher Schäden.

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          Geschäftsanteile der Dow-Chemiewerke in Sachsen-Anhalt und Sachsen sind gepfändet. Der entsprechende Beschluss sei bereits am 1. Oktober erlassen worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Merseburg am Donnerstag. Dow bestätigte, dass die Pfändung in der vergangenen Woche vorgenommen wurde. Zunächst hatte die „Leipziger Volkszeitung“ über den Fall berichtet.

          Hintergrund ist ein in Nicaragua ergangenes Urteil gegen die amerikanische Firma Dow Chemical. Landarbeiter verlangen Schadenersatz, weil sie von der Arbeit mit Pestiziden gesundheitliche Schäden davongetragen haben sollen.

          Gepfändet wurden nun die Anteile an der Tochterfirma Dow Olefinverbund GmbH. Ihr gehört unter anderem das Werk in Schkopau, wo die Tochterfirma ihren Sitz hat. Deswegen kam der Fall von einem französischen Gericht nach Merseburg. Am Amtsgericht seien aber nur die Formalitäten geprüft worden, betonte der Gerichtssprecher.

          Die amerikanische Muttergesellschaft spricht in einer Stellungnahme von einem rechtswidrigen Beschluss des französischen Gerichts. Dow seien „grundlegende Rechte in Bezug auf ein ordentliches Gerichtsverfahren in Nicaragua verweigert worden“, hieß es.

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