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Douglas-Chefin Müller : Dann halt Seife statt Parfüm

  • -Aktualisiert am

Douglas-Chefin Tina Müller Bild: Wonge Bergmann

Alle Filialen von Douglas sind geschlossen. Die Chefin Tina Müller versucht, trotz angespannter Lage Zuversicht zu verbreiten.

          3 Min.

          Eigentlich wäre jede Unternehmerin froh, wenn sich die Zahl ihrer Kunden im Internet verdreifacht. Doch wenn gleichzeitig alle gut 2400 Filialen geschlossen sind, kann selbst ein wachsendes Online-Geschäft den Umsatzeinbruch nicht kompensieren. Tina Müller, der Vorstandschefin der Parfümeriekette Douglas, ergeht es gerade wie vielen Händlern: Krisenmanagement aus dem Homeoffice. Die Managerin spricht deshalb gerade mit ihren Mitarbeiterinnen häufiger in Videokonferenzen, Müller sieht man dabei meist vor einer großen Bücherwand sitzen. In einer internen Gruppe auf Instagram sprechen sich die Mitarbeiter Mut zu, dass es irgendwann weitergehen muss. Kein Wunder, dass die Verunsicherung groß ist.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Durch die angeordneten Ladenschließungen dürften dem Unternehmen ausgehend vom Vorjahreszeitraum gut 200 Millionen Euro an Umsatz im Monat fehlen, bei weiter laufenden Kosten. Das einträgliche Ostergeschäft fällt größtenteils flach. Der Großteil der gut 20.000 Angestellten arbeitet im Verkauf, für sie hat Müller längst Kurzarbeit angemeldet. Auf dem Parfümeriekonzern lasten hohe Schulden von mehr als 2 Milliarden Euro, Müller hat deshalb seit ihrem Antritt im Jahr 2017 ohnehin einen scharfen Blick auf die Kosten. In der Krise hat sich das verstärkt: Douglas spricht mit Lieferanten über verschobene Zahlungsziele, mit den Vermietern über gestundete Mieten, zudem werden Bestellungen storniert.

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