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Amerikanischer Lieferdienst : DoorDash startet in Stuttgart

  • -Aktualisiert am

Andy Fang posiert mit dem DoorDash-Logo in Stuttgart Bild: dpa

Für die Lieferung von Essen und Lebensmitteln ist DoorDash Marktführer in den USA. In Deutschland kommt der Konzern erstmals selbst nach Europa. Seine Beteiligungen hier sollen eigenständig bleiben – vorerst.

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          Das Geschäft der Lieferdienste in Deutschland boomt weiter. Mit dem amerikanischen Marktführer DoorDash startet am heutigen Mittwoch ein weiterer Dienst in Deutschland. Die Vorbereitungen dafür liefen schon seit dem Frühjahr. Als erstes können Kunden aus Stuttgart bei den Amerikanern bestellen.

          Das Unternehmen verfolgt mit diesem Startpunkt einen anderen Ansatz als die Reihe anderer Lieferdienste, die in jüngster Zeit hierzulande an den Start gingen. Sie alle fingen in Berlin an. „Stuttgart ist repräsentativ für andere deutsche Städte“, sagte DoorDash-Gründer Andy Fang der F.A.Z. zur Begründung. „Wir wollen sehen, ob Deutschland Appetit auf DoorDash hat und die Lektionen von dort anderswo anwenden.“ Je nachdem, wie der Start in Stuttgart laufe, werde man über Expansion in weitere Städte entscheiden. Der deutsche Markt sei weiterhin „sehr unterbedient“ und deshalb interessant.

          Mögliche Partnerschaft mit Wolt und Flink

          Für DoorDash ist es die erste Expansion nach Europa, bislang liefert der Konzern nur in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Japan. Es dürfte kein Zufall sein, dass DoorDash in Europa in einer Stadt anfängt, in welcher der finnische Lieferdienst Wolt noch nicht präsent ist. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den kleineren Konkurrenten – der aber dennoch in 23 Ländern in Nord-, Süd- und Osteuropa tätig ist – zu übernehmen. Wolt liefert bislang in den Städten Berlin, Frankfurt, Hannover und München.

          Zu einer möglichen Integration der beiden Dienste wollte sich Fang auf Nachfrage nicht äußern. Er verwies darauf, dass die behördliche Übernahme für die Fusion noch ausstehe. „Jeder Kunde, der Zugang zu unseren Diensten bekommt, zählt“, sagte er lediglich. Mit dem Start in Stuttgart habe man nichts zu verlieren.

          Den gleichen Ansatz verfolgt das Unternehmen offenbar mit dem Lebensmittel-Lieferdienst Flink, in den DoorDash im September einen dreistelligen Millionenbetrag investierte. Es bietet sich für das Unternehmen an, die Synergien zwischen den Unternehmen zu heben – etwa mit einer App, in der Kunden bei allen DoorDash-Diensten gleichermaßen bestellen können. Fang sagte dazu nur: „Wir sehen interessante Möglichkeiten in der Partnerschaft mit Flink und Wolt.“

          Fang kam zum Deutschlandstart eigens nach Stuttgart. DoorDash startet dort mit 30 Kurieren. Anders als Mitbewerber beschäftigt der Konzern diese nicht selbst, sondern über einen Dienstleister. DoorDash stellt ihnen dabei aber E-Bikes, Handyverträge, Winterjacken, Handschuhe und Masken zur Verfügung.

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