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In allen Punkten schuldig : Trump-Organisation wegen Steuerbetrugs verurteilt

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wurde selbst nicht verurteilt, jedoch seine Firmengruppe. Bild: Reuters

Fälschung von Buchführungsunterlagen und Steuerbetrug: Eine Jury in New York hat die Firmengruppe des früheren US-Präsidenten verurteilt – Trump selbst wurde nicht angeklagt, habe den Betrug aber gebilligt.

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          Die Trump-Organisation, Firmengruppe des früheren US-Präsidenten Donald Trump, ist wegen Steuerbetrugs verurteilt worden. Das Unternehmen hat ein Entlohnungssystem entworfen mit der Absicht, Steuern zu hinterziehen. Führungskräften des Unternehmens waren Wohnungen, Autoleasingraten und Bargeld entgolten worden, die in der Buchführung nicht auftauchten.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Eine Geschworenen-Jury in New York befand Unternehmen der Trump-Organisation in allen Punkten der Anklage für schuldig. Dazu gehört Steuerbetrug und die Fälschung von Buchführungsunterlagen. Donald Trump selbst wurde nicht angeklagt.

          Trump sieht sich als Justizopfer

          Die Staatsanwälte argumentierten allerdings, Trump habe die Gewährung der unversteuerten Leistungen gebilligt und selbst Schecks für die Schulgebühren für die Kinder des langjährigen Finanzchefs des Unternehmens unterzeichnet. Trump hatte sich nach Angaben seines Anwalts auf einen Buchhalter verlassen, der ihm nie erzählt habe, dass die Ausgabe unversteuerter Leistungen an Bedienstete illegal sei.

          Trump hatte in sozialen Medien deutlich gemacht, dass er sich als Justizopfer ansieht. Ein solcher Fall sei nie vor Gericht gebracht und verurteilt worden. Der Prozess hatte im Oktober begonnen. Der langjährige Buchhalter und Finanzchef Allan Weisselberg hatte sich in mehreren Punkten schuldig bekannt, aber offenbar aber seinen Chef Trump nicht belastet.

          Weisselberg hat einen Vergleich mit den Staatsanwälten ausgehandelt. Es droht eine wenige Monate dauernde Gefängnisstrafe. Den verurteilten Firmen drohen Geldstrafen, die noch festzusetzen sind.

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