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Trump wettert gegen GM : „Sie sollten verdammt noch mal schnell eine neue Fabrik eröffnen“

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump Bild: AP

Der amerikanische Präsident reagiert empört auf die geplanten Fabrikschließungen von General Motors. An Konzernchefin Mary Barra richtet er eine Drohung – und fordert einen Produktionsstopp in China.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat General Motors (GM) wegen massiver Stellenstreichungen kritisiert und mit Konsequenzen gedroht. „Sie sollten dort verdammt noch mal schnell eine neue Fabrik eröffnen“, sagte Trump dem „Wall Street Journal“ am Montag zu einer geplanten Werksschließung im Bundesstaat Ohio. Er habe GM-Chefin Mary Barra bei einem Gespräch am Sonntagabend mitgeteilt, wenn die Fabrik dauerhaft geschlossen bleibe, habe sie „ein Problem“.

          Trump sagte der Zeitung auch, er habe Barra aufgefordert, die Autoproduktion in China zu stoppen. Vor Reportern in Washington erklärte Trump, die Vereinigten Staaten hätten viel für GM getan und man sei in der Lage, großen Druck auf

          Der größte amerikanische Autohersteller hatte verkündet, die Produktion im Heimatmarkt zu drosseln und deshalb massiv Personal entlassen und einige Fertigungsstätten schließen zu wollen. Unternehmenschefin Barra begründete die Umstrukturierungs- und Sparpläne mit den „sich wandelnden Marktbedingungen“. Schwerpunktmäßig will sich GM künftig auf die Produktion der in den Vereinigten Staaten beliebten geländegängigen Limousinen (SUVs) und Kleinlaster mit offener Ladefläche (Pickups) konzentrieren.

          den Konzern auszuüben.

          Die Produktion von kleineren und mittelgroßen Pkw, die auf dem amerikanischen Markt immer weniger Abnehmer finden, wird hingegen weiter zurückgefahren. Stattdessen will der Konzern die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen vorantreiben. Auch die Entwicklung von Elektroautos soll zu den künftigen Prioritäten zählen, womit GM der Konkurrenz durch den Elektroautobauer Tesla begegnen will.

          Der Autohersteller will mit der Umstrukturierung sechs Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) im Jahr einsparen. Gestrichen werden sollen 15 Prozent der weltweit 180.000 GM-Stellen. Die genaue Zahl der wegfallenden Jobs nannte das Unternehmen nicht. Der Stellenabbau soll jedoch auch das Management betreffen, dort sollen 25 Prozent der Jobs wegfallen, wie das Unternehmen erläuterte.

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