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Disney und Star Wars : Das Ermatten der Macht

Yoda hat es inzwischen auch schon zu Madame Tussauds geschafft. Bild: AFP

Mit dem neuen „Star Wars“-Film will Disney ein Glanzjahr im Kino krönen. Zuletzt hatte die Weltraumsaga aber deutlich an Strahlkraft verloren. Was heißt das für das Unternehmen – und kann Baby Yoda helfen?

          3 Min.

          Der Unterhaltungskonzern Walt Disney blickt auf ein außergewöhnliches Kinojahr zurück. Sechs seiner Filme haben mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt. Das ist noch nie einem Filmstudio gelungen. Als jüngster Titel hat vor wenigen Tagen die Zeichentrickproduktion „Die Eiskönigin II“ diese Marke übersprungen. Insgesamt haben Disney-Filme in diesem Jahr an den Kinokassen mehr als 10 Milliarden Dollar eingebracht, ebenfalls ein Branchenrekord. Die im Frühjahr herausgekommene Superheldenproduktion „Avengers: Endgame“ ist mit einem Einspielergebnis von 2,8 Milliarden Dollar der erfolgreichste Film aller Zeiten – vor „Avatar“ und „Titanic“.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Und das Jahr ist für Disney noch nicht vorbei: Am Mittwoch kam die neunte und neueste Episode aus der Weltraumsaga „Star Wars“ mit dem Titel „Der Aufstieg Skywalkers“ in die deutschen Kinos, in Amerika wird der Film am Freitag erstmals gezeigt. In der Branche wird damit gerechnet, dass auch dieser Titel die Milliardenmarke knackt. Und doch sind die Erwartungen um den neuen Film, verglichen mit dem Rummel um frühere „Star Wars“-Episoden etwas gedämpft. Zudem ist die Zukunft der Serie ungewiss. Klar ist nur, dass es wohl mehrere Jahre dauern wird, bis ein weiterer „Star Wars“-Film in die Kinos kommt.

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