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Auf der Zielgeraden : Erfolg der Dieselskandal-Vergleiche

In Deutschland sind die VW Dieselskandal-Prozesse fast abgeschlossen. Bild: dpa

Mit einem Online-Portal hat Volkswagen sich auf mehr als 242 000 Vergleiche geeinigt und damit die Verbraucherklagen in Deutschland fast abgeschlossen.

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          Noch gibt es in Deutschland keine Sammelklagen nach amerikanischem Vorbild. Doch das hinderte die enttäuschten Volkswagen-Kunden nicht, im Abgas-Skandal in ganz Deutschland vor die Gerichte zu ziehen: Knapp 2,5 Millionen Fahrzeuge sind von den Manipulationen am Dieselmotor EA 189 betroffen gewesen, Zehntausende Fahrer von VW verklagten den Konzern und ihre Autohändler. Mehr als 450 000 Menschen folgten dem Aufruf des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) und schlossen sich 2019 einer Musterfeststellungsklage an.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          In diesen Tagen meldet VW, dass die außergerichtlichen Diesel-Entschädigungen in Deutschland „so gut wie abgeschlossen“ sind. Fast alle berechtigten Kunden hätten ihr Vergleichsangebot bekommen, heißt es aus dem Unternehmen – bis Ende Februar sollen die noch 5000 letzten Kläger hinzukommen. Damit könnte aus Sicht von VW das Kapitel Verbraucherklagen wegen des Dieselmotors EA 189 bald abgeschlossen sein. Diesen Kraftakt hat Volkswagen nicht allein bewältigt. Während das Musterverfahren noch lief, suchten die Wolfsburger den Kontakt zu 3C, einem Unternehmen, das zur Bertelsmann-Tochtergesellschaft Arvato gehört und auf die Automatisierung von Schadenprozessen spezialisiert ist.

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