https://www.faz.net/-gqe-96gqs

Ritter Sport exportiert mehr : Die Welt liebt deutsche Schokolade

  • Aktualisiert am

Ritter Sport wächst vor allem im Auslandsgeschäft. Bild: dpa

Deutsche Schokolade wird im Ausland immer beliebter. Vor allem Ritter Sport hat seinen Export im vergangenen Jahr deutlich gesteigert – und kann sich jetzt mit einer weiteren Neuerung rühmen.

          1 Min.

          Ein zweistelliges Plus im Auslandsgeschäft hält den Schokoladenhersteller Alfred Ritter auf Wachstumskurs. Für das vergangene Jahr rechnet der Hersteller der Ritter-Sport-Schokolade aus Waldenbuch bei Stuttgart mit einem Umsatz von rund 482 Millionen Euro. Das wären etwa 2,5 Prozent mehr als im Jahr davor, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

          Der Export allein brachte ein Plus von 12 Prozent. Im Inland hingegen sei der Markt insgesamt leicht rückläufig gewesen. Beim Marktanteil für 100-Gramm-Tafeln in Deutschland hat Ritter Sport etwas an Boden verloren. Der Anteil liegt den Angaben zufolge nun bei 21,9 (wertmäßig) beziehungsweise 20,6 Prozent (mengenmäßig). Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht.

          Insgesamt für 3,7 Milliarden Euro Schokolade exportiert

          Nach eigenen Angaben ist Ritter Sport der einzige Schokoladenhersteller, der ausschließlich unter nachhaltigen Bedingungen hergestellten und entsprechend zertifizierten Kakao für die Herstellung verwendet. „Wir haben den Anspruch, wirklich gute Schokolade herzustellen. Das gilt (...) ganz besonders auch für die ökologischen und sozialen Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, ließ sich der Vorstandsvorsitzende Andreas Ronken in einer Pressemitteilung zitieren.

          Das Ziel, zu 100 Prozent nachhaltige Schokolade herzustellen, werde damit schon in diesem Jahr erreicht, statt wie ursprünglich geplant erst 2025. Rund 30 Prozent des benötigten Kakaos soll künftig von einer eigenen Plantage in Nicaragua kommen. Ritter Sport wurde 1912 als mittelständisches Familienunternehmen gegründet. Im Jahr 2014 gab Unternehmenserbe Alfred Ritter sein Amt als Geschäftsführer an Andreas Ronken ab und wechselte in den Aufsichtsrat.

          Insgesamt machen deutsche Schokoladenhersteller vor allem im Ausland gute Geschäfte. Von Januar bis November 2017 exportierten sie 782.000 Tonnen und andere kakaohaltige Lebensmittel ins Ausland – 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert der Ausfuhren betrug 3,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

          Weitere Themen

          Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2021 Video-Seite öffnen

          Einbruch der Wirtschaft : Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2021

          Nach dem Einbruch der deutschen Wirtschaft im Corona-Jahr 2020 rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr wieder mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent. Damit senkte die Regierung ihre Wachstumsprognose - in ihrer Herbstprojektion war sie noch von einem Plus von 4,4 Prozent ausgegangen.

          Topmeldungen

          Corona-Teststation auf der Insel Ibiza

          Neues Corona-Medikament : Die Herbstzeitlose gibt Hoffnung

          In einer großen Covid-19-Studie soll der Pflanzenwirkstoff Colchicin überzeugt haben. Mit ihm wäre ein leicht verfügbares und preiswertes Mittel im Kampf gegen die schweren Krankheitsverläufe gefunden.

          Vendée Globe : Herrmann kollidiert mit Fischerboot – Dalin als Erster im Ziel

          Bei der härtesten Segelregatta der Welt überfährt Charlie Dalin als Erster die Ziellinie. Und dennoch ist der Franzose wohl nicht Sieger der Vendée Globe. Boris Herrmann entgeht auf der Jagd nach dem Podium nur knapp einer Katastrophe.

          Kulturkampf von oben : Frankreich streitet über seine Karikaturisten

          Vor einer Woche führte ein Dialog zweier Pinguine zum Shitstorm bei „Le Monde“. Jetzt zeichnen Frankreichs Karikaturisten auffällig brav. Zugleich bezichtigt ein Medienkritiker die Zunft des Kulturkampfs gegen Minderheiten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.