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Commerzbank in Russland : Die Russland-Wette

Die Commerzbank will ihre russische Tochter nicht aufgeben – anders als Wettbewerber.

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          Wir lassen unsere Kunden nicht im Regen stehen: Das sagt Commerzbank-Vorstandsvorsitzender Manfred Knof stets, wenn er auf das Russland-Engagement Deutschlands zweitgrößter Geschäftsbank angesprochen wird. In dem seit dem kriegerischen Überfall auf die Ukraine zum Paria-Staat mutierten Land hat die Commerzbank seit 24 Jahren eine hundertprozentige Tochter: Commerzbank Eurasija. Sie muss Rubelbestände bei der Zentralbank hinterlegen, hält Staatsanleihen und hat natürlich Kreditnehmer. Das soll auch so bleiben, sagt Knof. Ein Verkauf der Tochter: Das sei im Vorstand noch nicht diskutiert worden. Gab es Kaufinteressenten? Nein. Anders als Wettbewerber will die Commerzbank einen Fuß in der Tür des Riesenreichs behalten. Das ist riskant – sollte das Asset wertlos werden, könnte es die Commerzbank – Stand heute – 1,2 Milliarden Euro kosten. Dass die Gefahr real ist, zeigt, dass für rund die Hälfte des Betrags bereits vorgesorgt wurde. Dreht der Wind sich aber, ist der Krieg und/oder Putin Geschichte – was hoffentlich nicht mehr lange dauert –, dann ist die Commerzbank da, Wettbewerber müssen erst wieder zurückkommen.

          Archibald Preuschat
          Redakteur in der Wirtschaft

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