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F.A.Z. exklusiv : Die Post plant „Filialen light“

Ein Mann schließt die Paketklappe einer Packstation der Deutsche Post. Bild: dpa

Kunden der Deutschen Post müssen sich auf teilweise längere Wege einstellen: Das volle Sortiment postalischer Dienstleistungen soll es in Zukunft nur noch in einem Teil der Filialen geben.

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          Tobias Meyer gehört zu den Zeitgenossen, die immer noch gern Briefe und Grußkarten schreiben. Im Alltag treibt den Postvorstand allerdings die Frage um, wie der Bonner Briefriese am besten damit umgeht, dass die meisten Deutschen doch lieber E-Mails und Whatsapp-Nachrichten verschicken. Wie sinnvoll ist es, dass die Post immer noch an jeder dritten Straßenecke einen Briefkasten und in praktisch jedem Dorf eine Filiale betreiben muss? Und warum muss der Postbote auch montags ausrücken, obwohl an dem Tag üblicherweise kaum Briefe unterwegs sind? All das kostet schließlich viel Geld. Aber im Gesetz ist auch ein Vierteljahrhundert nach der Privatisierung der Bundespost haarklein geregelt, wie die Kunden zu bedienen sind.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Christine Scharrenbroch
          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Zum Beispiel in mindestens 12.000 „stationären Einrichtungen“, so verteilt, dass es in allen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern wenigstens eine Filiale gibt. „Uns geht es weniger um die vorgeschriebene Mindestzahl an Filialen, wir betreiben sogar einige Hundert mehr als wir müssten. Viel entscheidender ist, dass wir und unsere Partner im Einzelhandel überall ein sehr breites Leistungssortiment vorhalten müssen, obwohl manches davon kaum nachgefragt wird“, sagt Meyer, seit April Vorstand für Pakete und Briefe, im Gespräch mit der F.A.Z.

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