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F.A.Z. exklusiv : Die Nord LB ist deutsches Schlusslicht im Bankenstresstest

Die Sonne scheint nicht über der Nord LB. Bild: dpa

Die Nord LB leidet unter ihrer Eigenkapitalschwäche. Deshalb will man sich von Schiffskrediten trennen. Nach FAZ.NET-Informationen gibt es drei Bieter. Auch um einen Minderheitsanteil gibt es ein Wettrennen. Sechs Bieter prüfen die Risiken in einem Datenraum.

          Es ist ruhig in der Sparkassengruppe, verdächtig ruhig. Das wird sich in den nächsten Tagen vermutlich ändern. Dann wird man sehen, ob die Finanzgruppe auf schlechte Nachrichten vorbereitet ist. Denn nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat die Norddeutsche Landesbank (NordLB), Zentralbank der Sparkassen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, im Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht von allen acht deutschen Großbanken am schlechtesten abgeschnitten. Durchfallen kann man im neuen Stresstest zwar nicht, aber Ratingagenturen und Öffentlichkeit könnten unangenehme Schlüsse ziehen.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Monatelang hat die Bankenaufsicht 48 europäische Großbanken auf ihre Widerstandsfähigkeit getestet. Die Ergebnisse sollen am 2. November veröffentlicht werden. Falls die Nord LB dann unter den deutschen Banken – gemessen an der Eigenkapitalquote – ganz hinten und unter den europäischen im letzten Viertel landet, wäre das nicht völlig überraschend. Die Nord LB ist schon mit der niedrigsten Eigenkapitalquote aller deutschen Banken in den Stresstest gegangen. Ihr Rückstand soll sich im Stresstest eher verkleinert haben.

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          Blackrock prüft im Auftrag der EZB Die amerikanische Blackrock ist der größte Vermögensverwalter der Welt und verfügt über ausreichend Wissen, um die Lage von Banken einschätzen zu können. Denn Blackrock ist als Marktführer für passive Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) zwangsläufig an vielen Banken beteiligt. Mit 4,8 Prozent ist Blackrock einer der größten Aktionäre der Deutschen Bank. Ähnlich sehen die Beteiligungen bei der Commerzbank oder anderen europäischen Großbanken aus. Und auf die Kenntnisse von Blackrock greifen auch die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück. Sie werden von den Blackrock-Beratern in den aktuellen Stresstests unterstützt, deren Ergebnisse am 2. November veröffentlicht werden. Insgesamt prüft die EU-Aufsichtsbehörde Eba 48 Institute. Darunter befinden sich 33 Banken aus dem Euroraum, die von der EZB direkt beaufsichtigt werden. Die Rolle von Blackrock wird allerdings auch in den Zentralbanken des Eurosystems kritisch gesehen. Nach einem Bericht des Journalistenteams „Investigate Europe“ hat der griechische Notenbankgouverneur Giannis Stournaras die Blackrock-Berater von den Stresstests griechischer Institute im Jahr 2015 ausgeschlossen. Grund war der Interessenkonflikt, dass Blackrock als einer der größten Aktieninvestoren auch für die Prüfung der Stresstestangaben zuständig war. Deshalb hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler nun Fragen an die EZB-Bankenaufsicht gestellt. Die Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht, Danièle Nouy, begründete den Einsatz externer Berater mit dem hohen Arbeitspensum in den Stresstests, wofür weder die EZB noch die nationalen Notenbanken die Ressourcen bereitstellen konnten. Deshalb würden externe Risiko- und Projektmanagementexperten herangezogen. Interessenskonflikte will die EZB über sorgfältige Prüfungen und Geheimhaltungsvereinbarungen mit externen Mitarbeitern verhindern. Im Stresstest 2016 beliefen sich die Kosten für Berater auf 8,2 Millionen Euro. Die Frage, ob auch andere nationale Zentralbanken wegen der Beteiligung von Blackrock an den Stresstests einen Interessenskonflikt befürchten, wollte ein EZB-Sprecher nicht beantworten. maf.